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1997 - 2017
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Allgemeine Informationen

Fachbereich: Gesellschafts- und Sozialwissenschaft / Kindheitspädagogik /
Typ: Berufsbegleitend, weiterbildender Masterstudiengang
Abschluss: Master of Arts
Dauer: 4 Semester
Leistungspunkte: 90 Credits
Gesamtkosten: 6.000 EUR
Beginn: jeweils Sommersemester
max. TN-Zahl: 25 Studierende

Das Master Programm Nachhaltige Entwicklung und frühkindliche Bildung

Der Masterstudiengang bildet Expert_innen aus, die in der Lage sind durch innovatives Netzwerkmanagement die Inhalte und Methoden einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in unterschiedlichen Arbeitsfeldern mit aktuellen Themen und Belangen der Kindheitspädagogik zu verknüpfen. Sie sind in der Lage, zukunftsrelevante Problemstellungen zu analysieren, die Interessen von Anspruchsgruppen zusammenzuführen und sie in einer partizipativ entwickelten Strategie mit ihnen gemeinsam umzusetzen. Neben wissenschaftlicher, forschungsorientierter Fundierung zeichnet den Masterstudiengang ein starker Praxisbezug aus.

So werden die Studierenden (Mentees) während ihres Studiums in einem umfangreichen Mentor_innenprogramm (MENPRO) von Menschen aus der Praxis mit langjähriger Berufserfahrung begleitet. Die Mentees werden mit Anforderungen vertraut gemacht, denen sich Stelleninhaber_innen des mittleren und oberen Managements gegenüber sehen. So lernen sie mit ihren Mentor_innen von Trägern sozialer Dienste, aus kindheitspädagogischen Einrichtungen, Senatsverwaltungen, Unternehmen des Gesundheitswesens oder aus Wirtschaftsunternehmen, Entscheidungen zu treffen, Ziele zu definieren und einen Fokus auf Nachhaltigkeitsmanagement zu legen. Nach Abschluss des Studiums steht den Absolvent_innen ein breit gefächertes Tätigkeitsspektrum offen, weil in der Ausbildung auf ihre Fähigkeit zur konzeptionellen Arbeit ein besonderes Augenmerk gelegt worden ist.

Die Schwerpunkte

Der Masterstudiengang richtet sich an Absolvent_innen mit einem ersten akademischen Abschluss, die eine Höherqualifikation durch ein Ergänzungsstudium anstreben. Dieses ist geprägt von einem Theorie-Praxis-Transfer und befasst sich mit drei komplexen Schwerpunktthemen (1.-3.), die einzeln betrachtet werden können aber immer gemeinsame Schnittmengen haben

  1. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) basiert auf der Erkenntnis, dass unsere derzeitige Art zu leben und zu wirtschaften nicht fortgesetzt werden kann, ohne dass ökologische Risiken sowie ökonomische und soziale Ungerechtigkeiten weltweit zunehmen. Eine Umorientierung gelingt nur, wenn möglichst viele Menschen dies erkennen und im Sinne einer nachhaltigen – auf Dauer angelegten, partizipativen – Entwicklung handeln. Hierfür bieten (Stadt-)Quartiere und die lokale Ebene gute Ansatzpunkte. BNE möchte die Menschen dazu befähigen, Zukunftschancen zu erkennen und gemeinsam mit anderen aktiv und verantwortungsvoll zu nutzen. Ein BNE-Bildungskonzept ist davon geprägt, niemanden auszuschließen, partizipativ zu arbeiten, zum Ausprobieren und Querdenken anzuregen; das eigene Handeln soll reflektiert, allen ein positives Lernen ermöglicht und die Entscheidungsfähigkeit der Partner_innen gefördert werden.
     
  2. Auf dem Gebiet der Kindheitspädagogik weisen die gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen trotz positiver Entwicklungen im Bereich der frühkindlichen Betreuung große fachliche, organisatorische und personelle Defizite auf. Denn Entscheidungen für Familien und Kinder, die von den unterschiedlichen Ebenen der Verwaltung getroffen werden, sind oft nicht aufeinander abgestimmt und haben deshalb auch Auswirkungen über das (wissenschaftlich definierte) Kindesalter von 0-12 Jahren hinaus. Vor diesem Hintergrund gilt es, die zentrale Bedeutung von Erziehung und Bildung in den Focus zu stellen: sie beginnt im frühen Kindesalter und führt über die Pubertät in die Adoleszenz. Die für die jeweiligen Lebensabschnitte zuständigen Bildungseinrichtungen sollten sich bereits frühzeitig als Partner_innen mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung begreifen und vernetzen. Ein solcher Dialog sorgt für gegenseitiges Verständnis, erleichtert Übergänge und führt zu Synergieeffekten, die für alle Beteiligten eine gute Grundale für lebenslanges Lernen bieten.
     
  3. Im dritten Schwerpunkt erfolgt die Beschäftigung mit theoretischen Modellen, den realen Vorraussetzungen und verborgenen Hinderungsgründen bei der Umsetzung guter Managementpraktiken. Handlungsfelder sind soziale Organisationen oder Non-Profit-Einrichtungen, die Überwindung von Trennendem in (Stadt-) Quartieren ebenso die Arbeitsebenen von Kommunen, Senatsverwaltungen und Ministerien. Die Planung und Steuerung einer auf Nachhaltigkeit angelegten Infrastruktur kommt heute ohne Netzwerkarbeit praktisch nicht mehr aus. Netzwerke sind aber kein Selbstzweck, man kann sich nicht in ihnen ausruhen oder verstecken. Die Mitarbeit in ihnen ist oft an direkte Beteiligung gebunden, die mehr eigene Investitionen verlangt als ursprünglich kalkuliert. Netzwerke zu erhalten und zu pflegen kann einen hohen Koordinationsaufwand erfordern. Daher ist es wichtig, ihren Aufbau anzuregen und zu unterstützen, sie zu managen und ihren Erhalt zu sichern. Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung derart komplexer Vorhaben sind nicht nur ein hohes Maß kommunikativer Kompetenz, gepaart mit einem partizipatorischen Führungsstil; gefragt sind auch die zentralen Eckpunkte eines guten Projektmanagements: die richtige Interpretation betriebswirtschaftlicher Kennzahlen, die Erstellung von Zeit- und Kostenplänen sowie die Bewerkstelligung eines den Partner_innen vermittelbaren Risiko- und Konfliktmanagements. Dieses kann nur auf der Grundlage einer Theorie-Praxis-Reflexion entwickelt und umgesetzt werden.

Studienaufbau

Einschließlich der Masterarbeit gliedert sich der Studiengang in sieben Bereiche, denen jeweils 1-3 (Teil-)Module zugeordnet sind. Im Einzelnen sind dies folgende Studienbereiche:

  • Kindheitspädagogik
  • Management
  • Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
  • Methoden professionellen Handelns
  • Mentor_innenprogramm (MENPRO)
  • Lern- und Forschungswerkstatt mit Praxisbezügen [wahlweise mit den Schwerpunkten „Management“ oder „BNE“]
  • Masterarbeit

Das Mentor_innenprogramm (MENPRO)

Das Mentor_innenprogramm (MENPRO) ist grundsätzlich von herkömmlichen Praktika grundständiger Studiengänge zu unterscheiden. Gemeinsam mit der Mentor_in sollen keine Regel- sondern zusätzliche Aufgaben in einer Einrichtung wahrgenommen oder Projekte initiiert werden, die angedacht oder gewünscht, jedoch bisher mangels fehlender Ressourcen oder fehlenden Know-Hows nicht umgesetzt werden konnten. Zur Realisierung des jeweiligen Vorhabens steht der Mentee eine Mentor_in zur Seite, die als Leitungspersönlichkeit ihrer Einrichtung mit umfassender Berufspraxis Einblicke in die Grundlagen ihres Denkens und Handelns gibt. Solche Erfahrungen befähigen die Studierenden durch kritische Hinterfragungen das eigene Selbstbewusstsein zu stärken und derart ihre Persönlichkeit weiter auszubilden.

Zum erfolgreichen Gelingen handeln Hochschule und Praxiseinrichtung in enger Abstimmung miteinander, um programmtaugliche Konzepte für die studiengangsintegrierte Praxisphase zu definieren. Verstetigt wird diese Kooperation dadurch, dass die Mentor_innen auch eingeladen sind, die in Hochschulseminaren stattfindende Praxisreflexion und -analyse der individuellen Projekte gemeinsam mit den Studierenden zu besuchen und zu erörtern. Grundsätzlich besteht für Studierende die Möglichkeit, das Thema ihrer Masterarbeit aus ihrem – in der Praxisphase realisierten – Modellprojekt zu generieren.

Zugangsvoraussetzungen

  • Zugangsberechtigt zum Studium ist jede Person, die ein erstes berufsqualifizierendes Hochschulstudium (Diplom, Magister, Bachelor oder Staatsexamen) erfolgreich abgeschlossen hat.
  • Qualifizierte berufspraktische Erfahrung von nicht weniger als einem Jahr, die in einem direkten Zusammenhang mit dem bereit erworbenen Hochschulabschluss steht.
  • Bewerber_innen, die ihren BA-Abschluss außerhalb der ASH Berlin in sechs Semestern mit 180 Credits erlangt haben, müssen für den Masterabschluss weitere 30 Credits erwerben, da die BA-Abschlüsse der ASH Berlin erst nach sieben Semestern mit 210 Credits enden. Nach individueller Beurteilung können schon absolvierte Leistungen in der Weiterbildung oder der beruflichen Praxis mit bis zu 15 Credits anerkannt werden. Weitere 15 Credits müssen bis zum Abschluss des Masterstudiums z. B. durch die Belegung ergänzender Module erworben werden.

Kosten

Der viersemestrige Studiengang ist entgeltpflichtig. Nach gegenwärtiger Kalkulation belaufen sich die Gesamtkosten pro Studierende auf 6.000 €. Das entspricht einer monatlichen Belastung von 250 €; für ein Halbjahr (1 Semester) wären dies 1.500 €, für ein Kalenderjahr (2 Semester) müssen 3.000 € aufgebracht werden. Ratenzahlung kann beantragt werden. Für in Berlin-Brandenburg Wohnende ist das VBB-Semesterticket (Tarifbereich A-B-C) zum Preis von 193,80 € pro Semester optional erhältlich.

Die Rektorin der ASH Berlin und die Leitung des Studiengangs haben eine Initiative zur Einwerbung einer Stiftungsprofessur für diesen Master gestartet, die bei Erfolg die oben genannten Sätze für jede Studierende verringern würde.

Günstige Darlehenskonditionen bietet Ihnen die Studentische Darlehenskasse e.V. Berlin (daka); nähere Informationen unter: www.dakaberlin.de

Berufschancen

Die Absolvent_innen qualifizieren sich mit ihrem Masterabschluss für Leitungsaufgaben im Bereich der Elementar- und Kindheitspädagogik, wie auch für Programm-, Konzept- und Qualitätsentwicklungen, die sie unter Gesichtspunkten von Nachhaltigkeit wahrnehmen und gestalten werden. Über Kindertagesstätten hinaus werden sich mit dieser Qualifikation auch gute Einsatzmöglichkeiten bei Dachverbänden – etwa dem Paritätischen Wohlfahrtsverband mit seinen Mitgliedsorganisationen – sowie in Modellprojekten, Sozial- und Bildungseinrichtungen ergeben. Diese Prognosen werden auch vor dem Hintergrund abgegeben, dass sich im Sozialbereich mittelfristig eine große Nachfrage nach qualifiziertem Personal ergibt.

Denn ein großer Teil der bisherigen Stelleninhaber wird in den nächsten Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden und Bewerber_innen für Neubesetzungen verfügen dann über gute Chancen, wenn sie neben ihrer Berufserfahrung auch weiterführende Qualifikationen vorweisen können. Das Studiengangsprofil „Netzwerkmanagement, Nachhaltigkeit und Kindheitspädagogik“ bietet hierfür eine gute Voraussetzungen für die immer komplexer werdenden Anforderungen in Leitungsfunktionen.

Weitere künftige Handlungs- und Tätigkeitsfelder liegen im wissenschaftlichen Bereich, in der Akquise, der Durchführung und Abwicklung von Forschungs- und Drittmittelprojekten, dem Management von Netzwerken in Stadtteilen / Quartieren und der Wahrnehmung von Beratungsaufgaben in den Einzelverwaltungen auf kommunaler, Landes- oder Bundesebene.

Kontakt

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Michael Brodowski: brodowski@no-spamash-berlin.eu
Studiengangskoordination: Anne Krey: Tel.: 030 - 992 45 318, krey@no-spamash-berlin.eu

TEL:    030 – 992 45 209
FAX:    030 – 992 45 245

Weitere Informationen zum Studiengang erhalten Sie auf der Webseite der Hochschule.
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