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Buchbesprechung

Ulrike Rudolph
Karrierefaktor Networking
2004 Rudolf Haufe Verlag, Freiburg im Breisgau
ISBN 3-448-06042-9
211 Seiten, 19,80 €

Karrierefaktor Networking

Vitamin B heißt das Zauberwort, das einen ungeahnten Aufstieg auf der Karriereleiter verspricht. Wer es hat, kann sich glücklich schätzen. Wer es nicht hat, dem hilft dieses Buch auf die Sprünge. Das Geheimnis um das Beziehungsvitamin ist durchleuchtet.

Wer meint, allein durch ein gutes Netzwerk, aber ohne Leistungen im Bereich der Schlüsselqualifikationen an die Spitze gelangen zu können, liegt falsch. Mit diesem Vorurteil räumt Ulrike Rudolph gleich zu Beginn ihres Buches auf. Wo nichts ist, da helfen die besten Beziehungen nichts.

Die Zielgruppe des Ratgebers ist deshalb schnell eingegrenzt: Ihr Buch richtet sich an diejenigen, die auf der Stelle krebsen, obwohl sie "dasselbe können wie der Kollege", der kürzlich befördert wurde - vielleicht sogar besser. Dreiviertel aller Stellen werden unter der Hand vermittelt: Bei gleicher Qualifikation nimmt man doch am liebsten jemanden, den man kennt und der bereits positiv aufgefallen ist.

Übung macht den Meister

Beim Networking geht es darum, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und zu wissen, wie die eigenen Kontakte genützt werden können. Anders ausgedrückt geht es um das Knüpfen und Pflegen von Beziehungen - beruflich wie privat.

Wer sich Rudolphs Ratschläge zu Herzen nimmt, wird in Zukunft nicht mehr übersehen. Dafür braucht es allerdings ein bisschen Übung. Kein Wunder also, dass das Buch im Frage/Lösungs-Stil aufgebaut ist. Der Ratgeber ist branchenübergreifend angelegt und erarbeitet eine persönliche Standortanalyse sowie eine Definition der eigenen Ziele. Auswendig gelernt werden kann hier nichts.

Gegen die Neid- und Konkurrenzkultur

Der größte Denkfehler liegt nach Ansicht der Autorin darin, dass bei uns eine Neid- und Konkurrenzkultur vorherrscht. Jeder behält sein Wissen geflissentlich für sich selbst, um zu gegebener Zeit damit zu glänzen. Dabei ist der gegenseitige Austausch nicht nur eine langfristige Investition in die Karriere, sondern auch in ein erfüllteres Privatleben.

Nichts spricht gegen eine offene Haltung seinen Mitmenschen gegenüber. Nur Vorsicht: Wenn sie gekünstelt wirkt, helfen alle (berechnenden) Vorsätze nichts. Wo kein echtes Interesse für das gegenüber da ist, kann auch nicht ge-network-t werden. Das kommt bei Ulrike Rudolph ziemlich klar rüber. Die Grundsätze, die sie immer wieder betont, sind: "Jede Beziehung kann wichtig werden" und "Gehe offen auf Menschen zu, urteile nicht voreilig, wer wichtig ist für dich und wer nicht".

studieren.de-Wertung:

Das Buch ist eine Lebenshilfe in einem Bereich, in dem man nicht gerne zugibt, das Nachhilfe-Bedarf besteht. An der eigenen Einstellung zu Beziehungen zu arbeiten ist ein längeres Projekt. Schnelle Erfolge kann der Ratgeber folglich nicht versprechen, wohl aber eine neue Sichtweise auf das eigene Verhalten.

, Redaktion
hartmann@no-spamstudieren.de

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