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Mentoring als Karriereeinstieg

Zeig mir, wie du es machst! In Mentoring-Programmen wird vor allem der weibliche Nachwuchs unter die Fittiche genommen. Wenn die Richtigen zusammen kommen, ist damit der Grundstein für eine aussichtsreiche Karriere der Mentee gelegt.

Bei Siemens heißt das Programm für die Förderung des Nachwuchs Yolante, an Hochschulen sind die Namen Meduse (Mentoring-Programm an der Uni Duisburg), Thekla (Uni Bochum) oder einfach MentorING (TU München) zu finden. Das Anliegen dieser Programme ist immer dasselbe, Schülerinnen und Studentinnen/Absolventinnen sowie Doktorandinnen und Postdoktorandinnen den Weg zu ebnen. Auf diese Weise sollen weibliche Führungskräfte und Fachkräfte in den Natur- und Ingenieurwissenschaften etabliert werden.

Aber nicht immer ist die Zielgruppe weiblich. Mentoring ist ein Personalentwicklungsinstrument, das besonders in Führungskreisen bekannt ist: Eine erfahrene Person (Mentor) gibt ihr Wissen an eine unerfahrene Person (Mentee) weiter. Im Idealfall profitieren die Mentees von der Berufs- und Lebenserfahrung ihrer MentorInnen, da die berufliche Entwicklung des Mentee dabei an erster Stelle steht. Ob es dabei um die Abschlussarbeit, den Berufseinstieg, die Jobsuche, oder den Zugang zu den firmeninternen Netzwerken und den Einblick in die etablierten Strukturen des Unternehmen geht, hängt davon ab, in welchem Rahmen das "Tandem"-Programm stattfindet. Neben internen Mentoring-Programmen gibt es sogar Cross-Mentoring-Programme über mehrere Unternehmen hinweg.

Mentoring: Förderung durch Vorbilder

Mentee und MentorIn stehen nicht in einer Vorgesetzten-Untergebenen-Hierarchie, sondern blicken sich auf Augenhöhe an. Durch diese gleichberechtigte und persönliche Beziehung können auch leichter soziale und kommunikative Kompetenzen (soft skills) vermittelt werden. Der Profit von Netzwerkkontakten ist besonders für Frauen wichtig, da diese bei wichtigen Personalentscheidungen oft übersehen werden. Ob das nun an traditionellen Rollenerwartungen, ungenügendem Selbstmarketing oder fehlenden Durchsetzungsstrategien liegt, sei dahin gestellt. Männern fällt der Zugang zu den informellen Netzwerken eines Unternehmens oft leichter.

Gerade im Unternehmensbereich geht diese Rechnung auf: Qualifizierte MitarbeiterInnen werden durch diese Einbindung langfristig an das Unternehmen gebunden. Angesichts eines drohenden Fachkräftemangels sollen so qualifizierte Mitarbeiterinnen langfristig an das Unternehmen gebunden und die Zahl weiblicher Führungskräfte erhöht werden. Damit der individuelle Karriereplan greifen kann, ist es natürlich wichtig, dass ein Mentor genügend Zeit mitbringt und seinen Job ernst nimmt.

Die Richtigen zusammenbringen

Genauso wichtig für den Erfolg eines Mentorings ist es, dass die richtigen Personen zusammen an den Tisch gebracht werden. Erfahrungsgemäß ist es gut, wenn mindestens zwei Hierachiestufen zwischen Mentee und Mentor liegen, um Konkurrenzen möglichst einzudämmen. Im Idealfall klappt es auch mit der persönlichen Sympathie - wenn der Funke überspringt, ist der Lernerfolg am größten. Denn ein Mentor nimmt keine neutrale Position ein, wie zum Beispiel ein Coach oder Berater, sondern zeichnet sich durch persönliches Engagement aus.

, Redaktion
hartmann@no-spamstudieren.de

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