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Allgemeine Informationen

Studienabschluss Erstes Staatsexamen Lehramt an Sekundarschulen
Umfang 75/80 LP
Regelstudienzeit 8 Semester
Studienbeginn Nur Wintersemester
Studienform Direktstudium, Vollzeitstudium
Hauptunterrichtssprache Deutsch
Studiengebühren keine
Zulassungsbeschränkung zulassungsfrei (ohne NC)
Studieren ohne Hochschulreife nein
Fachspezifische Zulassungsvoraussetzungen nein
Fakultäten Naturwissenschaftliche Fakultät II – Chemie, Physik und Mathematik
Zentrum für Lehrer*innenbildung

Charakteristik und Ziele

Das Studium des Fachs Mathematik im Studiengang Lehramt an Sekundarschulen soll auf eine Tätigkeit als Mathematiklehrerin bzw. Mathematiklehrer an Sekundarschulen (Haupt- und Realschulen) bzw. Förderschulen fachlich vorbereiten.

Um dieses Ziel zu erreichen, besteht das Studium aus

  • einer soliden Ausbildung im Fach Mathematik, die von Studienbeginn an zu selbstständiger Arbeit anhält. Ziel ist eine breite Ausbildung, die eine Berufsbefähigung vermittelt. Dies geschieht in den ersten Semestern vor allem durch das Lösen von Übungsaufgaben, deren schriftliche Ausarbeitung sowie durch den Vortrag und die Diskussion in den Übungen, die insbesondere in der ersten Ausbildungsphase eine wichtige Funktion haben. Bei fortschreitendem Studium kommen Seminare, Praktika und die zunehmend selbstständige Arbeit mit Literatur hinzu.
  • einer soliden, praxisorientierten Ausbildung in der Didaktik der Mathematik, die die Grundlagen des Lehrens und Lernens im Mathematikunterricht vermittelt und zeigt, wie Mathematikunterricht entwickelt, gestaltet, analysiert und weiter entwickelt werden kann. Dabei spielen unterrichts-praktische Erfahrungen im Rahmen von Schulpraktischen Übungen und Schulpraktika eine wichtige Rolle. Die Praxiskontakte werden ferner durch die vom Institut für Mathematik angebotenen Veranstaltungen zur Berufserkundung sowie weitere Absolventenkontakte gefördert.

Berufsperspektiven

Mit dem Ersten Staatsexamen (Abschluss des Studiums) kann man sich für die zweite Phase der Lehrerausbildung bewerben, für den Vorbereitungsdienst. Hier arbeitet man schon an einer Schule, hospitiert und unterrichtet unter Anleitung einer Mentorin oder eines Mentors. Dazu müssen begleitende Studienseminare belegt werden. Am Ende des Vorbereitungsdienstes legt man das Zweite Staatsexamen ab und kann sich damit um eine Anstellung als Lehrerin oder Lehrer im staatlichen Schuldienst bewerben.

Im Land Sachsen-Anhalt dauert der Vorbereitungsdienst zur Zeit 16 Monate.

Struktur des Studiums

Lehramt an Sekundarschulen

  • Bildungswissenschaften (Pädagogik und Pädagogische Psychologie) - 35 LP
  • Fach I (Fachwissenschaft und Fachdidaktik) - 80 LP (Musik oder Kunst 110 LP)
  • Fach II (Fachwissenschaft und Fachdidaktik) - 75 LP (Musik oder Kunst 105 LP)
  • Schulpraktika - 15 LP
  • Schlüsselqualifikationsmodul für Lehrer/innen: Kommunikation, Heterogenität und Inklusion - 5 LP
  • Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum (AuPP) - 5 LP
  • Wissenschaftliche Hausarbeit - 15 LP
  • Abschlussprüfung - 10 LP

Mathematik kann als Fach I oder Fach II gewählt und mit jedem anderen Unterrichtsfach kombiniert werden.

Das Unterrichtsfach Astronomie kann als Drittfach belegt werden.

Weitere Informationen zum Studium des Lehramts an Sekundarschulen finden Sie im Studienangebot unter folgendem Link: Lehramt an Sekundarschulen

Über die Struktur des Studiums für das Lehramt an Förderschulen, im Rahmen dessen das Unterrichtsfach auch studiert werden kann, informieren Sie sich bitte im Studienangebot der MLU unter "Lehramt an Förderschulen".

Das modularisierte Lehramtsstudium

Die Lehramtsstudiengänge werden in Form von Modulen angeboten. Ein Modul besteht aus mehreren Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Seminaren, Übungen, Praktika etc.), die eine thematische Einheit bilden, zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmt sind, klar definierte Anforderungen haben und nach Bestehen aller Modulprüfungen/ Modulteilprüfungen die Vergabe von Leistungspunkten (LP) vorsehen. Modulprüfungen finden studienbegleitend statt, bestimmte Module fließen mit einer Gewichtung von insgesamt 60% in die jeweilige Fachnote des Ersten Staatsexamens ein.

Leistungspunkte (LP)/ ECTS:
ECTS (European Credit Transfer and Accumulation System) ist ein Leistungspunktesystem zur Anrechnung von Studienleistungen, um diese einheitlich zu bewerten.
Leistungspunkte geben den gesamten Lernaufwand der Studierenden wieder und umfassen somit den Zeitaufwand für die unmittelbare Präsenz in den Lehrveranstaltungen, für die Vor- und Nachbereitung des Lehrstoffes und den Prüfungsaufwand.
Das Lehramt an Sekundarschulen umfasst insgesamt 240 Leistungspunkte, bei einer Kombination mit Musik oder Kunst 270 Leistungspunkte.

Studieninhalt

Modulübersicht des Sekundarschulfachs Mathematik (80 od. 75 LP)

Modultitel LP Modulleistung Empf.
Sem.
Fachwissenschaft Mathematik - Pflichtmodule
Lineare Algebra (LAG/ LAS) 15 Mündliche Prüfung 1.
Elemente der Mathematik (LAS) 5 2 Klausuren 1.
Analysis I 10 Mündliche Prüfung 3.
Elemente der
Kombinatorik und
Stochastik (LAS)
5 Klausur 3.
Elemente der Geometrie (LAS/ LAGru) 5 Mündliche Prüfung oder Klausur 3. od. 5.
Algebra (LAS) 5 Klausur 3. od. 5.
Proseminar 5 Vortrags-ausarbeitung 3./ 4./ 5./ 6.
Wahlpflichtmodule (2 müssen gewählt werden)      
Analysis II 5 Mündliche Prüfung ab 4.

Geschichte der Mathematik

5 Belegarbeit ab 4.

Numer. Mathematik

5 Klausur ab 5.

Mathemtische Biologie

5 Klausur ab 4.

Funktionentheorie

5 Mündliche Prüfung ab 5.

Geometrie

5 Klausur od. mündl. Prüfung ab 5.

Diskrete Mathematik

5 Klausur od. mündl. Prüfung ab 5.
Fachwissenschaft Mathematik, zusätzliches Modul für das umfangreichere Fach (mit 80 LP)
Vertiefungsmodul 5   ab 4.
Fachdidaktik Mathematik      
Math.-Didaktik I – Grundlagen des Lehrens und Lernens im Math.-Unterricht 5 Belegarbeit oder Klausur 3.
Math.-Didaktik II – Math.-Unterricht entwickeln und gestalten 5 Belegarbeit „Gestalten von Unterrichts-stunden“ 4.
Math.-Didaktik III – Math.-Unterricht analysieren und weiterentwickeln 5 Mündliche Prüfung 6.

Integrativ vermittelte fachspezifische Schlüsselqualifikationen

Modulname Schlüsselqualifikation
Analysis Probleme mathematisch formulieren können, Lösungsstrategien beherrschen, Beweistechniken kennen
Lineare Algebra Probleme mathematisch formulieren können, Lösungsstrategien beherrschen, Beweistechniken kennen
Elemente der Mathematik Aufbereitung mathematischer Inhalte für verschiedene Adressatengruppen
Proseminar Mathematische Probleme präsentieren, Analyse und Synthese math. Beweise, Literatursuche und -auswertung
Geschichte der Mathematik Literatursuche und -auswertung, Aufbereitung mathem. Inhalte für verschiedene Adressatengruppen
Elemente der Kombinatorik und Stochastik Algorithmisches Denken, stochastisches Denken, systematisches Strukturieren und Mathematisieren

Studienabschluss

Erstes Staatsexamen für ein Lehramt an Sekundarschulen

Voraussetzungen für die Zulassung zur Ersten Staatsprüfung sind:

  • ein ordnungsgemäßes Studium für das Lehramt an Sekundarschulen in der gewählten Fächerkombination
  • die für die Zulassung erforderlichen Modulleistungen in allen Prüfungsfächern
  • Nachweis der erforderlichen Schulpraktika
  • die erfolgreiche Teilnahme an den Modulen Schlüsselqualifikationsmodul für Lehrer/innen und Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum

Die Staatsprüfung besteht aus folgenden Prüfungsteilen:

  1. der wissenschaftlichen Hausarbeit
  2. je einer schriftlichen Abschlussprüfung in beiden studierten Unterrichtsfächern
  3. je einer mündlichen Abschlussprüfung in den Fächern Pädagogik und Psychologie

Das Referendariat und zweites Staatsexamen

Nach dem ersten Staatsexamen ist ein Referendariat (Vorbereitungsdienst) abzuleisten, welches mit dem zweiten Staatsexamen abgeschlossen wird. Damit erwirbt man die  Lehrbefähigung an Sekundarschulen. Das Referendariat kann auch in anderen Bundesländern durchgeführt werden. Anfragen für die Bewerbung sind an das jeweilige Kultusministerium des aufzunehmenden Landes zu richten.

Wird das Unterrichtsfach im Rahmen des Lehramts an Förderschulen studiert, so endet das Studium mit dem Ersten Staatsexamen für ein Lehramt an Förderschulen.

Praktika

  • Schulpraktika, die nach Möglichkeit an Sekundarschulen abgeleistet werden sollten, gliedern sich in
    • ein zweiwöchiges Orientierungspraktikum innerhalb der Bildungswissenschaften im Modul I: Einführung in die Grundlagen von Pädagogik
    • zwei Schulpraktika von mindestens 8 Wochen Dauer mit einem Studienumfang von 15 LP
    • schulpraktische Übungen in den studierten Unterrichtsfächern im Rahmen der Fachdidaktik
  • Das Außerunterrichtliche Pädagogische Praktikum
    • dreiwöchiges Praktikum (Studienumfang von 5 LP) mit dem Ziel, Kenntnisse zu spezifischen Anforderungen im Rahmen eines selbstgewählten außerunterrichtlichen pädagogischen Praxisfeldes mit Kindern und/oder Jugendlichen zu erwerben.

Zulassungsvoraussetzungen

Voraussetzung zum Studium an der Martin-Luther-Universität ist eine anerkannte Hochschulzugangsberechtigung (in der Regel Abitur).

Für das Fach Mathematik sind keine spezifischen Zugangsvoraussetzungen gefordert.

Im Rahmen des LSQ-Moduls erhalten die Studierenden eine Stimmberatung. Da die Stimme der Lehrer/innen im Beruf jedoch stark belastet wird, empfehlen wir zusätzlich die Erstellung eines phoniatrischen Gutachtens.

Bewerbung/Einschreibung

Zulassungsbeschränkungen (Uni-NC) werden zu jedem Wintersemester neu festgelegt.

Besteht für ein Unterrichtsfach ein Uni-NC, so bewirbt man sich dafür bis zum 15.07. Für zulassungsfreie Unterrichtsfächer kann man sich bis zum 30.09. einschreiben. Wenn für mindestens ein Fach in der gewählten Fächerkombination eine Zulassungsbeschränkung (Uni-NC) festgelegt wurde, gilt die Bewerbungsfrist 15.07.

Ob das Fach Mathematik (Lehramt an Sekundarschulen) zulassungsbeschränkt oder zulassungsfrei ist, entnehmen Sie bitte den "Allgemeinen Informationen" am Anfang dieser Seite.

Aktuelle Informationen zur Bewerbung erhält man jeweils ab Mai im Internet unter: http://immaamt.verwaltung.uni-halle.de/bewerbung/.

 

 

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