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Buchbesprechung

Francois Lelord, Chr. André
Die Macht der Emotionen
Piper Verlag, Februar 2008
Taschenbuchsonderausgabe
ISBN 978-3-492-26251-4
397 Seiten, 6,95 EUR

Die Macht der Emotionen

Die Angst beherrscht deinen Alltag? Du schämst dich für deinen Neid? Was ist zuviel in Sachen Gefühle und was zu wenig? Diese Frage stellt sich dem, der sich als Opfer seiner Emotionen fühlt. Dass Emotionen immer auch Verbündete sind, zeigen die Psychologen Lelord und André auf.

  • Der Zorn überrollt dich
  • Der Neid fährt plötzlich seinen Stachel aus
  • Das Glück spürst du in jeder Zelle
  • Die Traurigkeit trübt deinen Alltag
  • Die Scham treibt dir die Röte ins Gesicht
  • Die Eifersucht vergiftet dein gesundes Urteilsvermögen
  • Die Angst blockiert deinen Aktionismus
  • Die Liebe versetzt dich auf "Wolke Sieben"

Emotionen versetzen uns in Ekstase oder stürzen uns in Verzweiflung, sie begleiten unsere Erfolge und unsere Niederlagen. Jeder kennt sie seit der Kindheit und für jede gibt es einen bestimmten Gesichtausdruck. Die Intensität, in der sie vorkommen, ist allerdings unterschiedlich.

Evolutionspsychologen haben herausgefunden, dass Emotionen nützlich für unseren Erfolg und unser Überleben sind.

Was bringen Emotionen im Alltag?

Was bringt es mir, neidisch zu sein, oder auch eifersüchtig? Wozu dient meine Angst? Was stellt der Zorn mit mir an? Macht mich gute Laune kreativer? Bringt mich meine Traurigkeit weiter oder macht sie mich einfach nur krank?

Oft liegen die Antworten auf der Hand: Neid in gesunden Maß treibt mich zu mehr Leistung an. Angst schützt mich vor Gefahren. Der Zorn steckt Grenzen ab. Und natürlich macht gute Laune kreativ, mit guter Laune macht alles mehr Spaß.

Aber Trauer, was bringt mir die Trauer? Dafür ist ein bisschen mehr Phantasie und Hintergrundwissen gefragt. Trauer wird durch einen Verlust hervorgehoben. Der Verlust eines geliebtes Wesen, eines Gegenstands, der viel Bedeutung hatte, der Verlust des Status’ oder auch der eigenen Ziele und Werte. Wofür ist das Gefühl Trauer gut?

Durch die Rückzugstendenzen, die mit Traurigkeit verbunden sind, habe ich Möglichkeit das Erlebte zu verarbeiten. Eine Trauerphase ist eine Etappe, in der jeder viel über sich selbst lernen kann, eine notwendige Etappe zum Kräftesammeln nach Verlusten und Fehlschlägen. Außerdem wird durch die eigene Traurigkeit auch Mitgefühl für die Traurigkeit der anderen entwickelt.

Die Autoren verdeutlichen anhand von zahlreichen Beispielen, wie sehr sich Emotionen auf die Handlungen und Entscheidungen von Menschen auswirken können, wenn man sich ihrer nicht bewusst ist. Umgekehrt heißt das aber auch: Wer sich seiner Emotionen bewusst ist, kann auch mit ihnen umgehen.

studieren.de-Wertung

Im akuten Notfall wird man nicht die Muse haben, das Buch zur Hand zu nehmen. Um über Emotionen zu reflektieren, muss man in einer ausgeglichenen Stimmung sein. "Schwere Kost" ist das Buch trotzdem nicht, durch die vielen Beispiele hat man kein Problem sich in die Materie einzufinden. Und wie gesagt, ein Thema das jeden angeht. Lesenswert!

 

, Redaktion
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