Werde Teil des modernen Verbraucherschutzes und kombiniere Wissenschaft mit Verantwortung!
Ist in einem Lebensmittel wirklich drin, was auf dem Etikett steht? Welche chemischen Prozesse machen Brot braun und wohlschmeckend? Und wie sicher sind eigentlich Nahrungsergänzungsmittel?
Wenn Du diese Fragen spannend findest, ist der Bachelor in Lebensmittelchemie dein Ding. Hier lernst du das Handwerkszeug, um Lebensmittel bis auf das kleinste Molekül zu verstehen. Du verbindest tiefes chemisches Wissen mit Technologie und Ernährungswissenschaft und lernst, wie man die Qualität unserer Nahrung objektiv analysiert und bewertet.
Du interessierst Dich für Chemie und Biologie, willst aber einen direkten Praxisbezug? Im Bachelor Lebensmittelchemie lernst du die molekularen Grundlagen unserer Ernährung kennen.
- Analytik: Entwickle Methoden, um noch unbekannte Inhaltsstoffe zu entdecken oder potenzielle Schadstoffe zu finden und deren Risiko bewerten zu können.
- Qualität: Prüfe, ob Lebensmittel echt und unverfälscht sind.
- Biochemie: Verstehe, wie sich Inhaltsstoffe bei der Zubereitung von Lebensmitteln verändern können.
- Gesundheit: Bewerte die Auswirkung von Lebensmitteln auf den menschlichen Körper. Es müssen womöglich nicht immer Superfoods und Nahrungsergänzungsmittel sein.
Ein Studium für alle, die Wissenschaft praktisch anwenden, Lebensmittelsicherheit gewährleisten und den Verbraucherschutz von morgen mitgestalten wollen.
Kurzinfo
Abschluss: Bachelor of Science
Regelstudienzeit: 6 Semester
Leistungspunkte: 180
Studienbeginn: Wintersemester
Zulassung: zulassungsfrei
Lehrsprache: Deutsch
Das Studium an der TU Berlin ist modular aufgebaut. Das bedeutet, du sammelst Wissen in verschiedenen Bausteinen:
- Allgemeine Grundlagen: In der Einführungsphase werden die Grundlagen der Chemie, der Mathematik und Physik gelegt, auf denen später alles aufbaut.
- Fachspezifische Grundlagen: Hier lernst du das "Handwerkszeug" der Lebensmittelchemie, und das nicht nur im Hörsaal, sondern auch in Laborpraktika! Dabei werden auch Fächer wie Mikrobiologie, Biochemie, Lebensmitteltechnologie und das Lebensmittelrecht integriert.
- Freier Wahlbereich: Schau über den Tellerrand! Hier kannst du Module belegen, die Dich persönlich interessieren – auch außerhalb der Lebensmittelchemie.
- Abschlussphase: Das Finale deines Studiums, in dem du an komplexeren Fragestellungen arbeitest und schließlich für deine Bachelorarbeit ein eigenes kleines Forschungsprojekt bearbeitest.
Als Lebensmittelchemiker*in bist Du nicht nur Profi für das, was auf dem Teller landet. Dein Wissen geht viel weiter: Du verstehst die Chemie hinter fast allem, was uns im Alltag begegnet.
Was du nach dem Studium draufhast:
Lebensmittelchemie an der TU Berlin macht Dich zur gefragten Fachkraft für Lebensmittelsicherheit, Qualitätskontrolle und den modernen Verbraucherschutz. Deine Kompetenzen im Überblick:
- Food-Expertise: Du kennst die Zusammensetzung von Lebensmitteln und weißt genau, wie sie uns ernähren.
- Analytik-Profi: Du beherrschst modernste laboranalytische Methoden, um Inhaltsstoffe präzise nachzuweisen.
- Lifestyle-Chemie: Dein Wissen beschränkt sich nicht auf Nahrung. Du prüfst auch Kosmetika, Waschmittel und Bedarfsgegenstände (wie Kleidung oder Verpackungen) auf Herz und Nieren.
- Sicherheits-Garant: Du bewertest komplexe chemische Fragestellungen und sorgst dafür, dass Produkte für uns alle sicher sind.
Mit einem Abschluss in Lebensmittelchemie bist du auf dem Arbeitsmarkt sehr begehrt. Deine Expertise wird überall dort gebraucht, wo Qualität und Sicherheit an erster Stelle stehen:
- In der Lebensmittelwirtschaft: Entwickle und prüfe Produkte direkt bei den Herstellern von Lebensmitteln oder Kosmetika.
- Im staatlichen Dienst: Arbeite in Untersuchungsämtern oder weiteren Behörden und sorge dafür, dass Gesetze des Verbraucherschutzes eingehalten werden.
- In der Forschung: Entdecke an Unis oder anderen Instituten neue Methoden, um weitere, noch unbekannte Lebensmittelinhaltsstoffe noch besser aufzuspüren.
- In Handelslaboren: Prüfe als unabhängige/r Gutachter*in Produkte aus der ganzen Welt.
Option: staatlich geprüfte*r Lebensmittelchemiker*in
Da Du als Lebensmittelchemiker*in eine große Verantwortung trägst – etwa wenn es darum geht, Menschen vor gesundheitsgefährdenden Stoffen, verunreinigtem Essen oder Etikettenschwindel zu schützen –, gibt es in Deutschland ein besonderes Qualitätsmerkmal: die Staatsprüfung.
An der TU Berlin bereiten wir Dich optimal darauf vor. Das Studium ist so strukturiert, dass Du alle nötigen Voraussetzungen erfüllst, um diesen staatlich anerkannten Abschluss zu erreichen – wenn Du das möchtest.
Dein Weg dorthin verläuft in drei klaren Etappen:
- Den ersten großen Meilenstein legst du mit Deinem Bachelorabschluss (1. Prüfungsabschnitt).
- Darauf baut der Masterstudiengang auf, mit dem Du den zweiten wichtigen Teil Deiner Ausbildung abschließt.
- Wenn Du danach das Ziel hast, „staatlich geprüfter Lebensmittelchemiker oder staatlich geprüfte Lebensmittelchemikerin“ zu werden, kannst Du ein optionales praktisches Jahr anschließen. In dieser berufspraktischen Ausbildung und dem begleitenden Fachseminar lernst Du die Arbeit in der tagtäglichen Lebensmitteluntersuchung und -überwachung kennen und schließt dein Ziel mit der Staatsprüfung (3. Prüfungsabschnitt) ab. Damit bist Du bestens gerüstet für eine Karriere im Dienst der Verbrauchersicherheit.
Lebensmittelchemie ist system- und sicherheitsrelevant.
Jedes Bachelorstudium an der TU Berlin setzt eine sogenannte Hochschulzugangsberechtigung voraus. In der Regel ist dies das Abitur. Aber auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung kannst du an der TU Berlin studieren, wenn Du bestimmte berufliche Qualifikationen vorweisen kannst.
Im Bachelorstudiengang Lebensmittelchemie ist die Unterrichtssprache Deutsch. Wenn Du Dich mit ausländischen Bildungsnachweisen bewirbst, musst du daher als sprachliche Zugangsvoraussetzung Deutschkenntnisse auf einem bestimmten Niveau nachweisen.
Bachelor of Science, Stand SS 15 (ID 98800)
- Analysis I und Lineare Algebra für Ingenieurwissenschaften (12 CP)
- Analysis II für Ingenieurwissenschaften (9 CP)
- Bachelorarbeit Lebensmitteltechnologie (12 CP)
- Energie-, Impuls- und Stofftransport IC (6 CP)
- Energie-, Impuls- und Stofftransport IIB (3 CP)
- Kolloquium (3 CP)
- Konstruktion und Werkstoffe (6 CP)
- Projekt Prozessingenieurwissenschaften PIW (3 CP)
- Thermodynamik I (9 CP)
- Wahlfächer (W)
- Automatisierungstechnik (6 CP, W)
- Biochemie I (3 CP, W)
- Biothermofluiddynamik (6 CP, W)
- Chemische und Biotechnische Verfahren (6 CP, W)
- Einführung in die Allgemeine und Anorganische Chemie (6 CP, W)
- Einführung in die Informationstechnik für Ingenieure (6 CP, W)
- Einführung in die Klassische Physik für Ingenieure (6 CP, W)
- Einführung in die Moderne Physik für Ingenieure (6 CP, W)
- Fleischtechnologie (3 CP, W)
- Fruchtsafttechnologie (3 CP, W)
- Grundlagen der Lebensmitteltechnologie (9 CP, W)
- Lebensmittelchemie und Analytik (9 CP, W)
- Lebensmittelmaterialwissenschaften (6 CP, W)
- Lebensmittelmikrobiologie (9 CP, W)
- Lebensmittelverfahrenstechnik (6 CP, W)
- Mechanische Verfahren (6 CP, W)
- Organische Chemie für Hörer anderer Fakultäten (6 CP, W)
- Praktisches Programmieren und Rechneraufbau (6 CP, W)
- Produkttechnologie der Fette und Öle (3 CP, W)
- Prozess- und Qualitätskontrolle (6 CP, W)
- Qualitätsmanagement und Lebensmittelrecht (3 CP, W)
- Statistik für Prozesswissenschaftler (6 CP, W)
- Technologie der Milchverarbeitung (3 CP, W)
- Thermische Verfahren (6 CP, W)
- Wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen für Studierende der Ingenieurswissenschaften (6 CP, W)


























