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Lebenslanges Lernen als Erfolgskonzept

Lebenslänglich auf der Schulbank sitzen, ist für viele keine schöne Vorstellung. Lebenslanges Lernen erweist sich allerdings immer mehr zu einem Faktor, der einen Berufsstart langfristig zum Erfolg werden lässt.

Die erste Assoziation, die sich im Zusammenhang mit dem Schlagwort "Lebenslangem Lernen" aufdrängt, ist lebenslänglich. Genau aus diesem Grund war die Einführung der Bezeichnung analog zum englischen Begriff "lifelong-learning" anfangs auch äußerst umstritten. Andererseits ist aber genau das gemeint: In einer Gesellschaft, die einem beständigen Wandel unterworfen ist, reicht es nicht aus sich auf einmal erworbenem Wissen auszuruhen.

Angesichts einer weltweiten Konkurrenz beschleunigt sich die Einführung von neuen Ideen und Technologien immer mehr. Wer demnächst ins Berufsleben startet, muss sich bereits jetzt damit auseinander setzen, seinen Kompetenzbereich regelmäßig zu erweitern - und das nicht zuletzt in Eigenregie. Lebenslanges Lernen heißt eigenverantwortliches Handeln in der Wissensgesellschaft.

Gering und unzureichend Qualifizierte sind die Verlierer auf dem Arbeitsmarkt, das ist auch der Tenor der Agenturen für Arbeit. Bisherige Berufe fallen weg und neue entstehen. Für den zukünftigen Berufseinstieg ist es wichtig, lebenslang zu lernen und frühzeitig den schnellen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt entgegenzusteuern.

Hochschulabsolventen sind besonders aktiv

In der heutigen Zeit beträgt die Halbwertszeit des Wissens nur noch vier bis fünf Jahre. Das bedeutet, dass ein Hochschulabsolvent des Jahres 2005 bereits 2007 sein Wissen nur noch in Teilen Nutzen kann. Drei Jahre später ist das Erlernte komplett veraltet. Wer nicht von Anfang an sein Wissen kontinuierlich überarbeitet und ergänzt, kann beruflich auf längere Sicht gesehen nicht mehr viel damit anfangen.

Dieser Zeitgeist bedeutet auch, dass eine Einteilung in strikt aufeinander folgende Abschnitte eines Bildungsweges, der oft mit dem Schul- oder dem Hochschulabschluss beendet ist, nicht mehr möglich ist. Gerade Hochschulabsolventen stellen mit 90 %, die mit Abstand weiterbildungsaktivste Gruppe dar, wie eine Studie der HIS GmbH (Hochschul-Informations-System GmbH) kürzlich gezeigt hat.

Investieren statt sparen

Doch auch wenn der Bedarf deutlich erkannt wurde, haben die Weiterbildungsträger und Ausbildungsinstitute eher mit Kürzungen zu kämpfen, als dass sie angesichts dieser Situation unterstützt werden. Knappe Fördermittel führen leicht dazu, dass das Schlagwort "Lebenslanges Lernen" nur Parole bleibt. Eine gute Umsetzung des Konzepts ist aber gerade hinsichtlich der demographischen Entwicklung der Gesellschaft eine große Herausforderung. Um langfristig jobfit zu bleiben, sind vor allem ältere Generationen aufgefordert, "am Ball zu bleiben".

Wer beruflich auf die Seite der Ausbilder wechseln will, kann bereits durch die Wahl des richtigen Studienganges die Richtung zum Coach, Personalentwickler oder Weiterbildungsreferent einschlagen. Neben eigenständigen grundständigen Studiengängen existieren auch Zusatzstudien, die auf eine Tätigkeit in der Erwachsenenbildung vorbereiten.

 

, Redaktion
hartmann@no-spamstudieren.de

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