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Was wären wir ohne die Dinge! Keine Frage: Wir brauchen all die Gegenstände, die uns vom Wirken des Menschen erzählen, von seinem Alltag, seinem Denken und Fühlen, seiner schöpferischen Kraft. Ohne ihre Erhaltung verlören wir unser kulturelles Gedächtnis, könnten nicht begreifen, wo wir herkommen, wer wir sind. Dabei gibt es keine Grenzen in Material, Zeit und Raum. Neolithische Geflechte aus dem Bodensee, attische rotfigurige Keramik, römische Glasflaschen, mittelalterliche Silberschreine, Meißner Porzellan, Darmhaut-Parkas der Inuit, Corten-Stahlskulpturen und PVC-Werbeaufkleber der 80er Jahre: all das – und Vieles mehr – hat uns schon im Studiengang beschäftigt. Selbst der überaus lange, offizielle Name “Konservierung und Restaurierung von archäologischen, ethnologischen und kunsthandwerklichen Objekten” bildet dies nicht ganz vollständig ab.

Deswegen haben wir uns dazu durchgerungen, dann wenn Kürze geboten ist, dem angelsächsischen Objects’ Conservation folgend, auch einfach von “Objektrestaurierung” zu sprechen. Das soll aber nicht heißen, dass wir, weil alles Materielle Objekt sein kann, auch alles machen. Für Vieles gibt es ja andere Spezialisten, seien es nun Möbel, Bücher, Kleider oder Gemälde. Trotzdem müssen wir uns auch bei einer gefassten Holzmaske mit Textilapplikationen und einem sammlungshistorisch wichtigen Papieraufkleber zu helfen wissen. Die besondere Stärke von Objektrestauratoren ist es, sich mit Sammlungsgütern aus Materialkombinationen ganzheitlich befassen zu können.

Auch wenn der Studiengang den Anspruch hat, die ganze Breite der Materialien und Objektursprünge abzudecken, hat er, geprägt durch seine Lehrkräfte, natürlich auch besondere Schwerpunkte: dies sind Metallobjekte jeglicher Herkunft und Bodenfunde allgemein.

Bachelor

Im Mittelpunkt des Studiums stehen – das ist Stuttgarter Tradition – die Projektarbeiten, im BA-Studium flankiert von entsprechenden konservierungstechnischen Seminaren, Workshops und praktischen Übungen zu Herstellungstechniken. Bei Letzterem können wir auf eine besondere Spezialität der Stuttgarter Kunstakademie zurückgreifen: die Vielfalt an künstlerischen Werkstätten mit ihren technischen Lehrern. Die Themen der BA-Restaurierungsprojekte werden mit den Vorlesungen in Werkstoffkunde und -geschichte synchronisiert, um Theorie und Praxis zu verzahnen. Restaurieren ist nicht ohne das Verständnis der Materialität der Objekte möglich, entsprechend werden Lehrveranstaltungen zu den naturwissenschaftlichen Grundlagen und ihren Anwendungen in der Restaurierung, der Materialuntersuchung und der präventiven Konservierung angeboten. Der Bedeutung der Dinge spüren geisteswissenschaftliche Vorlesungen zu Archäologie, Ethnologie und Europäischem Kunsthandwerk nach. Den erfolgreichen Start ins Studium sollen gemeinsame Lehrveranstaltungen aller BA-Studiengänge zum wissenschaftlichen Arbeiten, Dokumentieren, Zeichnen, Fotografieren und EDV-Einsatz gewährleisten. Das Gelernte lässt sich dann gleich in den Dokumentationen zu den Projektarbeiten umsetzen. Exkursionen ins In- und Ausland erweitern den Horizont.

Im sechsten Semester wird das BA-Studium mit einer Prüfung zur Werkstoffkunde und Konservierungstechnik und der Projektarbeit des 6. Semesters, die als Bachelor-Abschlussarbeit fungiert, beschlossen.

Master

An das – wie überall – stark reglementierte BA-Einführungsstudium schließt sich im Masterstudium ein Reich großer akademischer Freiheit an. Die Masterstudierenden können weitgehend frei Schwerpunkte setzen, sei es bei der Wahl der Themen der Projekt- und der Semesterarbeiten oder der einwöchigen Theorieblöcke. Das Masterstudium soll bis an die Grenzen des Wissens vordringen. Daraus ergeben sich Anregungen und Ideen, den Kenntnisstand zu erweitern. In der Verbindung von Lehre und Forschung hat der Studiengang einen klassischen, universitären Anspruch. Restaurierung wird nicht nur auf wissenschaftlicher Grundlage vermittelt, sondern auch durch neue Erkenntnisse vorangetrieben. Gerade in der Forschung lässt sich viel lernen, was dann auch Eingang in die Lehre finden kann. Zahlreiche Fachpublikationen aus dem Studiengang sind dabei nicht nur aus Beiträgen der Lehrenden, sondern auch aus Qualifizierungsarbeiten der Studierenden hervorgegangen, angefangen von der Projekt- über die Diplom- bis zur Doktorarbeit.

Für diejenigen, die nach dem Master noch weiterforschen wollen, bietet die Akademie auch die Möglichkeit zur Promotion.

Bewerbungscheckliste
 
Für eine Bewerbung benötigen Sie folgende Bewerbungsunterlagen, die Sie gemeinsam im Studentensekretariat der Akademie einreichen:

  • Ausgefüllte und unterschriebene Ausdrucke des Bewerbungsformulars.
  • Passbild (bitte auf Seite 1 des ausgedruckten PDF-Dokuments aufkleben)
  • Das Zeugnis der allgemeinen/fachgebunden Hochschulreife oder der Nachweis einer gleichwertigen Vorbildung in beglaubigter Abschrift ist zwingend erforderlich.Ist das Originalzeugnis noch nicht ausgehändigt, muss eine entsprechende Bescheinigung der Schule vorgelegt werden. Eine Zulassung im Aufnahmeverfahren gilt in diesem Fall vorbehaltlich der späteren Vorlage des Reifezeugnisses.
  • Eine Auswahl von ausführlichen Dokumentationen der im Praktikum durchgeführten Untersuchungs-, Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen an Kunst- und Kulturgut. Hieraus sollen die bereits im Fach erworbenen Kenntnisse und die Auseinandersetzung mit dem Fach deutlich werden.
  • Nachweise über bereits abgelegte Praktika (oder Teilpraktika) sowie absolvierte Berufsausbildungen und Studienzeiten.
  • Erklärungen (siehe Seite 4 des Bewerbungsbogens)
    1. über den gewünschten Studiengang mit einer Begründung.
    2. Falls ein Dienst-, Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis besteht und während des Studiums fortgesetzt werden soll, eine Bescheinigung darüber, wieviel Zeit die berufliche Tätigkeit beansprucht.

Weitere Informationen zu den Bewerbungsmodalitäten finden Sie auf der Webseite der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste unter Bewerbung > Bewerbungsmodalitäten. 

Allgemeine Informationen zur Bewerbung zum MA
 
Zum Wintersemester 2012 / 13 können im Studiengang erstmals Studierende zum Master zusätzlich aufgenommen werden. Die noch freien Plätze für den Master sind begrenzt. Bitte kommen Sie auf uns zu, damit wir Sie über die Zulassungsmodalitäten informieren können (unsere Kontaktseite).

Hinweise für ausländische Bewerber/innen
 
Ausländische Studienbewerber/innen müssen ihre beglaubigten Zeugnis-Dokumente mindestens vier Wochen vor dem Bewerbungsschluss der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Am Weißenhof 1, 70191 Stuttgart, vorlegen. Dem Originalzeugnis ist unbedingt eine beglaubigte deutsche Übersetzung beizufügen. Erst nach Erhalt einer schriftlichen Bestätigung ist die Bewerbung an der Akademie möglich.
 
Bewerber/innen, die nicht Deutsche im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes sind, müssen zusätzlich den Nachweis über ausreichende deutsche Sprachkenntnisse erbringen.
 
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste unter Bewerbung > Ausländische Bewerber/innen und Studium > studieren an der Akademie > Gasthörer/innen / Visiting Students
 
Kontakt / Beratung 

Allgemeine Anfragen zum Studium sowie Bewerbungsunterlagen richten Sie bitte an:
 
Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
Studentensekretariat
Am Weißenhof 1
D-70191 Stuttgart
Telefon: +49.[0]711.28440-0
Telefax: +49.[0]711.28440-225
E-Mail: studieren@no-spamabk-stuttgart.de

Weitere Informationen erhalten Sie direkt auf der Webseite zum Studiengang.
Zur Webseite >

 

 

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