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Multiprofessionelle Arbeit für Menschen mit Psychosen
(vormals Integrierte Versorgung für Menschen mit Psychosen)

Die Therapie von Menschen mit Psychosen und komplexen psychischen Störungen ist nach wie vor eine große Herausforderung für alle daran Beteiligten. Zwar gibt es ein breites Spektrum beratender, begleitender und therapeutischer Angebote, die aber in der Praxis selten systematisch miteinander verknüpft werden. Werden die verschiedenen Perspektiven und Ansätze verbunden, entsteht ein komplexes Behandlungssetting, in dem die Zusammenarbeit des Teams und die Zusammenarbeit mit Betroffenen und ihrem Umfeld Grundlage dafür sein kann, dass das Leben eines Menschen mit Psychose an Lebensqualität gewinnt. So rückt eine bedürfnisangepasste und sektorenübergreifende Behandlung in den Mittelpunkt, wie sie derzeit auch versorgungspolitisch diskutiert wird.

Seit seinem Start im Sommersemester 2013 gibt der Masterstudiengang wissenschaftlich fundierte und praxisbezogene Antworten auf diese Herausforderungen. Viele von den hier vermittelten Inhalten wurden nun auch vom Bundeskabinett in einem Gesetzesentwurf (PsychVVG) aufgegriffen.

Der Studiengang ist von der Akkreditierungsagentur ACQUIN® akkreditiert.

Studiengangsbeschreibung

Der Studiengang Interdisziplinäre Psychosentherapie (MA) ist versorgungspolitisch aktuell und stellt die Weiterentwicklung des Studiengangs „Integrierte Versorgung psychotisch erkrankter Menschen“ dar. Seit 2013 wird er gemeinsam von der IPU (federführend) und drei weiteren Hochschulen (der Charité Universitätsmedizin Berlin, der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin und dem Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf) erfolgreich angeboten.

Lehrende aller beteiligten Hochschulen wirken bei der Gestaltung des Studienprogramms mit und begleiten die Studierenden in einem Studium, das ihnen nicht nur das fachliche Know-How vermittelt, sondern auch dazu anregt, psychotherapeutische Aspekte in der Arbeit mit psychoseerfahrenen Menschen zu durchdringen und im Bezug auf die eigene Haltung und Handlung zu reflektieren.

Als Kooperationsprojekt von vier renommierten Hochschulen ermöglicht der Studiengang auf einzigartige Weise die Integration unterschiedlichster Professionen, welche sämtlich in der Arbeit mit psychotisch erkrankten Menschen gebraucht werden. Pharmakologische, psychotherapeutische oder sozialpsychiatrische Kompetenzen sind hier ebenso umfasst, wie sozialarbeiterische, pflegerische oder somatotherapeutische. Gesetzliche Neuerungen mit ihren Auswirkungen auf die unterschiedlichen Berufsgruppen und Arbeitsfelder werden in die Lehre aufgenommen und multiperspektivisch diskursiv bearbeitet.

Aktuelle Schwerpunkte sind beispielsweise Modellprojekte zur sektorübergreifenden, integrierten Versorgung und Herausforderungen migrations- und kulturbezogener Psychosentherapie.

Welche Fragen kann der Studiengang beantworten?

- Was sind die Grundlagen der Besonderheiten, die uns im Umgang mit Menschen mit Psychosen begegnen?
- Wie kann ich mit scheinbar aussichtslosen Situationen am Arbeitsplatz umgehen?
- Wie gestalte ich den Austausch mit Kollegen unterschiedlicher Professionen?
- Wie kann sinnvolle Weiterentwicklung im sozialpsychiatrischen Bereich umgesetzt werden?
- Wie kann ich meine therapeutische und professionelle Identität weiterentwickeln?
- Wie kann ich Forschungskenntnisse einbringen?
- Welche Führungstools sind für mich sinnvoll?

Mit all diesen Fragen sind Sie bei unserem verfahrensoffenen, berufsgruppenübergreifenden und zugleich berufsgruppenspezifischen Masterstudiengang genau richtig.

Studieninhalte: Was (und wie) können Studierende lernen?

Im Zentrum des Studiengangs steht der psychoseerfahrene Mensch mit seinem sozialen Umfeld und allen Bedingungen, die ihn in die Psychose geführt haben. Neben der Vermittlung verschiedener Krankheitskonzepte und Behandlungs- bzw. Versorgungsmodelle, ist eines unserer größten Anliegen, den Raum zur Ausbildung einer ganz persönlichen und menschlichen Haltung zu bieten, auf deren Grundlage ein wirksames therapeutisches Arbeiten aufbauen kann. Der Studiengang schafft darüber hinaus auch die nötigen Kompetenzen, das Erlernte im beruflichen Alltag umzusetzen, denn ein Ziel ist die Unterstützung der bedürfnisangepassten und sektorenübergreifenden Arbeit mit Menschen (nicht nur) mit Psychosen.

Unsere Studierenden haben die Möglichkeit, ihre berufsspezifischen Kenntnisse und Fähigkeiten zu vertiefen und im interdisziplinären Diskurs zu erweitern.

Die Lehre ist verfahrensoffen und vertieft und verknüpft die spezifischen Berufsgruppenprofile. Die Verbindung von Theorie und Praxis, studienbegleitender Selbstreflexion und Fallseminaren erlaubt es, Fragen aus dem Arbeitsalltag in das Studium zu integrieren, aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und die gewonnenen Ideen wieder in die Praxis zurückzuführen.
Studienverlauf

Als berufsbegleitendes und weiterbildendes Studium umfasst der Studiengang acht Semester und schließt mit einem Master of Arts ab.

Das Berliner Hochschulgesetz ermöglicht ausdrücklich, dass bei weiterbildenden Studiengängen die nachgewiesene berufliche Vorerfahrung auf die Studienzeit angerechnet werden kann. Die zur Zulassung geforderte Berufserfahrung und Vorkenntnisse aus Studiengängen müssen die Inhalte des Grundstudiums abdecken, so dass eine Anerkennung der ersten beiden Semester durch Nachweis (erstes Studium und Berufserfahrung) oder durch mündliche Prüfung an der IPU erfolgen kann.

Die Studierenden werden in das 3. Fachsemester immatrikuliert. Das Studium umfasst so noch sechs Semester. Der Erwerb des akademischen Grades des Master of Arts erfolgt in den letzten zwei Semestern, in welchen begleitet von einzelnen Lehrveranstaltungen und Kolloquien die Masterarbeit geschrieben wird. Die IPU unterstützt die Studierenden dabei und bietet die Möglichkeit, die Abschlussarbeit im Rahmen laufender Forschungsprojekte zu realisieren. Der Abschluss qualifiziert die Studierenden für Leitungsaufgaben in therapeutischen und psychosozialen Einrichtungen.

Studienbewerberinnen und Studienbewerber

Der Studiengang richtet sich an alle Professionellen, die im Gesundheits- und Sozialwesen mit und für Menschen mit Psychosen arbeiten, insbesondere:
- Ärztinnen und Ärzte
- Professionelle im Peerbereich
- Psychiatrische Pflege
- Psychologinnen und Psychologen
- Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter
- Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen
- u. a.

Das kostet Ihr Studium

Zahlung monatlich 320 € oder 1.800 € semesterweise oder im Voraus 10.000 €.

Der Studiengang wird nur zum Sommersemester angeboten, das Belegen einzelner Lehrveranstaltungen ist möglich.

Adresse

International Psychoanalytic University Berlin
Stromstr. 1
10555 Berlin

Telefon: +49 30 300 117-500
Telefax: +49 30 300 117-509
E-Mail: info@no-spamipu-berlin.de

Ansprechpartner

Büro für Studium und Lehre

IPU Berlin
Stromstr. 3b - Raum 0.43
10555 Berlin

Telefon: +49 30 300 117-546
Telefax: +49 30 300 117-509

Email: studienbuero@no-spamipu-berlin.de

Weitere Informationen zum Studiengang erhalten Sie auf der Webseite der Universität.
Zur Webseite >

 

 

 

 

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