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Frühjahrszeit ist Rankingzeit

Welche Hochschule ist die Beste? Zum siebten Mal bereits wurde am 19. Mai die Hochschullandschaft in Deutschland beurteilt. Studienanfänger können sich von den Ergebnissen inspirieren lassen - der "gesunde Menschenverstand" sollte allerdings nicht abgeschaltet werden.

Der Veranstalter CHE (Zentrum für Hochschulentwicklung) des wohl bekanntesten Hochschulrankings hat einen neuen Partner: Nach dem Magazin Stern wird nun mit der Wochenzeitung "Die Zeit" zusammen gearbeitet. Am 19. Mai konnten die neusten Ergebnisse vorgelegt werden. Ein günstiger Zeitpunkt, da das Abitur gerade geschrieben worden ist und künftige Studenten nun ihre Zukunft planen. Für studieren.de ein Grund noch mal zu überlegen, inwiefern euch Rankings bei der Studienwahl nutzen können.

Orientierungshilfe im Hochschuldschungel

Das aktuelle CHE-Hochschulranking analysiert 35 Fächer an 250 Universitäten. Im Gegensatz zu anderen Rankings gibt es beim CHE-Hochschulranking keine Rangplätze. Die Beurteilungskriterien setzen sich aus Fakten zu Studium, Forschung und Lehre und Ausstattung zusammen. Außerdem erfasst die Erhebung die Einschätzung von über 210.000 Studierenden zu den Studienbedingungen an ihren Hochschulen.

Die Probleme sind allerdings trotz neuem Partner und neuer Veröffentlichung die alten geblieben: Die Ergebnisse vermitteln den Eindruck hoher Präzision. Im Endeffekt handelt es sich aber auf der Ebene einzelner Studienfächer um sehr geringe Fallzahlen, zum Teil stammt das Datenmaterial auch aus dem Vorjahr - dem inhaltlichen Aspekt der Studienqualität kann auf diese Weise nicht wirklich Rechnung getragen werden.

Diese methodischen Probleme gelten natürlich ebenfalls für kleinere und weniger umfassende Rankings. Gerankt werden zum Beispiel regelmäßig private Hochschulen (F.A.Z.-Ranking) oder die Favoriten der Personalverantwortlichen (Wirtschaftswoche und Junge Karriere-Ranking)

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Dennoch kommen Hochschulrankings dem Bedürfnis der Studienanfänger nach Orientierung entgegen. Zum subjektiven Wohlbefinden gehört aber mehr als eine "gute" Hochschule. Persönliche Kriterien zur Abwägung der eigenen Zukunft gibt es viele - genauso individuell wird die Wahl der Hochschule ausfallen. Der persönliche Eindruck vor Ort sollte ebenfalls nicht unterschätzt werden.

Mit ein bisschen gesundem Menschenverstand ist das einleuchtend. Denn was nützt zum Beispiel ein Studienabschluss von einer "guten Uni", wenn alle Freunde in einer Stadt mit "schlechter" Hochschule sind. Erfolgreich im Studium kann nur sein, wer sich in seinem sozialen Umfeld ebenfalls wohl fühlt. Oftmals sind die Praktika und die Kontakte, die man während des Studiums knüpft für einen guten Berufseinstieg ausschlaggebend. Rankings können den späteren beruflichen Erfolg nicht vorhersagen.

Vielleicht ist auch der gerankte Fachbereich rausragend, aber der eigenen Interessen liegen auf einem Schwerpunkt, der dort gar nicht angeboten wird. Das Studium an einer Hochschule mit schlechterem Renommee - aber der individuell gefragten Vertiefungsrichtung - wird sicherlich erfüllender sein.

Unser Fazit lautet folgendermaßen:

Rankings können bei der Studienwahl sicherlich ihren Teil zur Gesamtentscheidung beitragen, als alleinige Grundlage für die Karriereplanung werden sie allerdings überbewertet.

 

, Redaktion
hartmann@no-spamstudieren.de

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