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Ein Artikel von bwl24.net

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Hausarbeiten: Tipps zum wissenschaftlichen Arbeiten

Das Schreiben einer Hausarbeit während des Studiums dient der Vorbereitung zur Diplom- oder Abschlussarbeit. Man sollte im eigenen Interesse während des Studiums wenigstens zwei Hausarbeiten geschrieben haben. So schult man die Fähigkeit innerhalb einer bestimmten Zeit ein bestimmtes Thema abschließend zu bearbeiten. Außerdem wird das Rechercheverhalten trainiert, um wirklich geeignete Literatur zum Thema zu finden, abzuhandeln und die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Nicht zuletzt kann eine Hausarbeit dazu genutzt werden, um sich in ein Thema reinzuarbeiten, welches zu gegebener Zeit eventuell als Abschlussarbeit weiter ausgebaut werden kann. So bemerkt man bereits vor der Diplomarbeit, ob ein Thema dafür geeignet oder eher weniger geeignet ist. Hausarbeiten sind also nicht nur dazu gedacht, Studenten zu beschäftigen und die Zeit des Studiums zu füllen, sondern sie dienen der Bewältigung des großen Ziels, der Abschlussarbeit.

Nutzen Sie die ALPEN-Methode um sich selbst zu managen

Diese Methode hilft Arbeitsabläufe zu koordinieren und Termine zu planen, um das Wesentliche vom Unwesentlichen zu trennen. 

Aufgaben und Termine erfassen 
Länge und Dauer von Terminen einschätzen und dabei den eigenen Rythmus beachten 
Pufferzeiten für Unvorhergesehenes und Pausen einplanen. Verplanen Sie maximal 60% Ihrer Zeit 
Entscheidungen über die Reihenfolge und die Relevanz der Aufgaben fällen. Delegieren, Prioritäten setzen und Kürzen 
Nachkontrolle Kontrollieren Sie und machen Sie dadurch Erfolge sichtbar. Abhaken hilft dabei. Übertragen Sie Unerledigtes auf den nächsten Tag 

Gestalten Sie Ihren Arbeitsplatz zum Schreiben einer Hausarbeiten

Folgende Hinweise sollten Ihnen helfen, Ihren Arbeitsplatz mit nahezu optimalen Bedingungen auszustatten, um eine Hausarbeit zu schreiben.

1 Sich wohlfühlen Das Wichtigste bei der Arbeit und an Ihrem Arbeitsplatz ist das Gefühl zu haben gern dort zu arbeiten. Sofern Sie mit Widerwillen an Ihren Schreibtisch gehen, weil der irgendwie unpraktisch, zu dunkel, zu kalt oder Sie auf eine andere Weise abstößt, so ist dies der erste Punkt der verändert werden muss. 
2 Arbeitsmaterial Bereiten Sie Ihren Arbeitsplatz hinsichtlich geeigneter Materialien vor. Kaufen Sie sämtliche Arbeitserleichterungen im Handel, um nicht später ständig durch fehlende Materialien unterbrochen zu werden. Dazu gehören bspw. Schreibgeräte (Füller, Kugelschreiber, Bleistift, verschiedene farbige Stifte), Papier, unter Umständen in mehreren Farben, Mappen, Klebezettel, Lineal, Druckerpatronen für den PC, Register usw. Sorgen Sie für genügend Ablageflächen, welche Sie nutzen können, um Dokumente auch über einen längeren Zeitraum offen liegen zu lassen. 
3 Überblick bewahren Auf dem Schreibtisch nur die Materialien und Dokumente aufbewahren, welche unbedingt benötigt werden. Alle anderen Gegenstände oder Informationen systematisch wegheften oder aufbewahren. Sehr hilfreich kann dazu eine Pinwand eingesetzt werden. 
4 Regelmäßige Pausen Frische Luft, Gymnastik, Bewegung - all das hilft, den Überblick zu bewahren und den Kopf für das Wesenentliche frei zu bekommen. Diesen Tipp sollte man nicht unterschätzen. Wenn nötig müssen Pausen auch zeitlich geplant werden, so dass sie nicht vergessen werden können. 
5 Wie man sitzt, so schreibt man Kaufen Sie nicht den günstigsten Bürostuhl den Sie kriegen können. Ihr Rücken wird es Ihnen danken. Ein großer Tisch, auf dem Sie ordentlich Platz haben hilft auch über manche Hürde. 
6 Raumklima Arbeiten Sie nicht in einem überheizten Raum. Eher etwas kühler und häufig frische Luft zuführen. So behalten Sie einen klaren Kopf. 
7 Raumakustik Vermeiden Sie beim Arbeiten laute Geräuschpegel oder Schallquellen. Ein Radio gehört nicht an einen Arbeitsplatz, wo eine wissenschaftliche Hausarbeit entstehen soll. Informieren Sie Bewohner (in einer WG) das Sie zu entsprechenden Zeiten nicht gestört werden möchten oder hängen Sie an Ihre Tür ein Schild mit dieser Aufforderung. Auch Ihr Handy und andere Störenfriede sollten Sie vorrübergehend abschalten. 
8 Lichtverhältnisse Ein heller Arbeitsplatz kann Wunder bewirken. Auch ein ordentlicher Bildschirm, welcher keine Blendungen von fremden Lichtquellen verursacht, zählt zu einem guten Arbeitsplatz. 

Die PQ4R-Methode

Diese Methode des wissenschaftlichen Arbeitens trägt zum verstehenden Lesen bei, was bei wissenschaftlichen Texten häufig von allergrößter Wichtigkeit ist. Die PQ4R Methode sollte bei jedem Lesen erneut durchlaufen werden, so dass die Literatur insgesamt nach dieser Methode erfasst wird, aber auch einzelne Abschnitte oder Kapitel.

P Preview (Vorschau) In der Vorschau kann der Student das Inhaltsverzeichnis, Überschriften und Titel lesen und sogar ausgewählte Abschnitte überfliegen. Somit erhält man einen ersten Überblick. 
Q Question (Fragen stellen) An dieser Stelle muss das Thema eingruppiert werden. Welche Informationen besitze ich bereits zum Thema? Welche Fragen stellen sich mir und was möchte ich im Vorfeld zu dem Thema der Hausarbeit beantwortet haben? Darüber hinaus sollte das Thema der wissenschaftlichen Arbeit einem Bereich zugeordnet werden. 
R Read (Lesen) Sofern es möglich ist, sollten während dem intensiven und aufmerksamen Lesen wichtige Schlüsselbegriffe unterstrichen werden. Dies kann, je nach Umfang auch mit mehreren Farben geschehen, um so Sinnzusammenhänge herzustellen. 
R Reflect (Nachdenken) Während des Lesens sollte man versuchen, geeignete Beispiel zum Gelesenen zu finden oder das Gelesene mit bereits vorhandenem Wissen zu verknüpfen und in Zusammenhang zu bringen. 
R Recite (Wiedergeben)  Nach festgelegten Abschnitten sollte versucht werden, das soeben Gelesene bzw. die wichtigsten Informationen daraus eigenständig wiederzugeben oder auch sich ergebende Fragen zu formulieren. Diese am besten sofort notieren. Dieser Schritt wird meist vernachlässigt, er hilft jedoch das Gelesene zu verarbeiten. Durch die Zeit die sich der Student in dieser Phase nimmt, können Zusammenhänge erkannt werden, was während des "schnellen" Lesens nicht möglich ist. 
R Review (Überprüfen) Nach der Lesephase sollte das Gelesene noch einmal gedanklich durchgespielt und überprüft werden. Außerdem können an dieser Stelle die während des Lesens erstellten Aufzeichnungen ausgewertet und eventuell Dinge abgehakt oder als "Erledigt" betrachtet werden. Querverbindungen, Kritik und weiterführende Beispiele können nun entwickelt werden. Eventuell auch weiterführende Literatur zu bestimmten Themengebieten kann an dieser Stelle ermittelt werden. 

Checkliste des wissenschaftlichen Arbeitens

Das größte Problem der meisten Studenten ist wohl die Ungewissheit. In 10 Büchern werden zu einem Thema 10 verschiedene Lösungsvorschläge geboten. Zunächst sollte sich jeder Studierende verinnerlichen: Richtiges Lernen muss man lernen. Dabei ist die Entwicklung einer eigenen, effizienten und effektiven Methode unumgänglich. Derartige Seiten sollen nur als Hilfe, Anreiz oder Lösungsvorschlag verstanden werden. Das eigentliche System muss sich jeder selbst erarbeiten. Dafür gibt es leider kein Patentrezept.

1 Themenstellung konkretisieren Zunächst sollte der eigentliche Gegenstand der Hausarbeit präzisiert werden. Dabei muss geklärt werden, worauf es ankommt, was soll mit der Hausarbeit erreicht werden? Soll einfach nur ein Sachverhalt dargestellt werden oder soll ein Problem erörtert bzw. analysiert werden? Gibt es Vorgaben bezüglich der zu verwendenden Quellen oder Materialien? 
2 Überblick Was existiert zu diesem oder verwandten Themen für Literatur? Der Student sollte sich also zunächst in Bibliotheken oder dem Internet einen groben Überblick über die vorhandenen Materialien und Möglichkeiten zur Recherche verschaffen. Dabei ist es auf keinen Fall nötig vertiefend zu recherchieren oder bereits ausführlich zu lesen. 
3 Begriffklärung Klären Sie unverständliche Begriffe innerhalb Ihres Themas. Auch synonyme Begriffe sollte von Ihnen erkannt und verstanden werden. Dazu können Sie Fremdwörterbücher, Fachwörterbücher oder andere Nachschlagewerke benutzen. Auch im Internet finden sich eine Vielzahl von nützlichen Nachschlagewerken. 
4 Texte verstehen  Verstehen von Texten geht über das Lesen der selbigen hinaus. Das Verstehen von wissenschaftlichen Texten kann durch Markieren und Unterstreichen gefördert werden. Fragen unterstützen den Verständisprozess. Oftmals muss ein zusätzlicher Zeitaufwand aufgebracht werden, um die Texte wirklich in Ihrem Zusammenhang zu erfassen und zu verstehen. Da kann es schon mal doppelt so lange dauern den Text zu verstehen, wie das reine Lesen des Textes. 
5 Exzerpieren / Paraphrasieren  Der gelesene Text muss nun zusammenfassend wiedergegeben werden, um so in der eigenen wissenschaftlichen Arbeit verkürzt Verwendung zu finden. Dabei darf selbstverständlich der Autor oder die Quelle nicht untergehen. So kann man bspw. schreiben: "Der Autor ist der Auffassung, dass..." 
6 Kernaussagen sammeln und strukturieren Das gelesene und ausgewertete Material muss nun geordnet werden. Für diese Tätigkeit können mehrere Methoden genutzt werden. Zum Einen das Erstellen eines Mind Maps. Dazu sollte mindestens ein Blatt der Größe A4 verwendet werden. Nur so können alle wesentlichen Gedanken übersichtlich dargestellt werden. Nachdem dies erfolgreich beendet wurde, können die einzelnen Punkte durchnummeriert werden, wodurch eine erste Gliederung entstanden ist. 

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, Redaktion
hartmann@no-spamstudieren.de

Kommentare
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Bernd, 05.03.2016
Danke für die Hinweise!
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