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Die Erforschung von Geosystemen hat sich seit Alexander von Humboldts Zeiten als Bergassessor ständig weiter entwickelt. Heute ist ihr Verständnis sowohl Voraussetzung für eine nachhaltige Ressourcenwirtschaft als auch Garant für eine sichere und wirtschaftliche Entwicklung der Infrastruktur und damit der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit. Die Geo- und Hydrosphäre, die Atmosphäre, die Litho- und Pedosphäre, die Erdoberfläche mit ihrer naturräumlichen Gliederung stellen komplexe Geosysteme dar, die mit der Anthroposphäre (dem Lebensraum der Menschen) in Wechselwirkung treten.

Die Geotechnik als junge Disziplin verbindet die Geowissenschaften mit den technischen Herausforderungen, denen sich unsere Gesellschaft stellen muss. In Zeiten der Ressourcenknappheit, der Energiewende und des Klimawandels gilt es, die bauliche Infrastruktur als Grundfeste unserer Wirtschaftskraft ständig anzupassen und die knappen Ressourcen klug und vorausschauend zu nutzen. Die Geotechnik stellt sicher, dass auch zukünftige Generationen sicher leben können.

Studieninhalte

Das ingenieurwissenschaftliche Studium vermittelt Fachkompetenz auf dem Gebiet der Geotechnik. Auf solider naturwissenschaftlicher Grundlage werden Geosysteme analysiert, charakterisiert und reflektiert. Traditionelle Themen wie die Gewinnung von Rohstoffen und Trinkwasser, aktuelle Themen wie die geotechnische Bemessung von Windkraftanlagen und die Nutzung geothermischer Ressourcen sowie Zukunftsthemen wie der energetische Stadtumbau oder die permanente Bindung von Treibhausgasen in Geosystemen werden diskutiert und in Fallstudien und fachbezogenen Seminaren vertieft.

Im Studiengang „Geotechnik“ werden die Grundlagen der Ingenieurgeologie mit aktuellen Themen der nachhaltigen Ressourcennutzung, der infrastrukturellen Erneuerung und des Klimawandels verbunden. Das Studium der Geotechnik ermöglicht es, Fragen wie:

  • Wie ist die Geosphäre mit all ihren Ressourcen entstanden?
  • In welchem Bezug stehen die Hydro-, Litho-, Pedo- und Atmosphäre zu der Anthroposphäre?
  • Wie werden die verschiedenen Geosysteme erkundet, charakterisiert und nachhaltig bewirtschaftet?
  • Wie werden Ressourcen gewonnen, aufbereitet und bereitgestellt?
  • Welche Schäden kann eine nicht nachhaltige Bewirtschaftung von Geo-Ressourcen verursachen?
  • Wie können diese Schäden behoben werden?
  • Was sind „Bergbaufolgelandschaften“?
  • Wie plant man Bauwerke in Geosystemen?
  • Wann ist ein Bauwerk standsicher?
  • Welchen Beitrag leistet die Geotechnik zur Energie- und Klimawende?

zu beantworten und die gewaltigen Aufgaben zu erkennen und zu lösen, die in einer globalisierten, von Rohstoffmangel bedrohten Welt auf uns zukommen werden.

Inhalte im 1. Studienabschnitt (1. und 2. Fachsemester)

Die Inhalte des ingenieurwissenschaftlichen Grundstudiums finden Sie unter Studium und Lehre / Ingenieurwissenschaftliches Grundstudium.

Für den Studiengang ist das Orientierungsmodul "Einführung in die Geotechnik" Pflicht.

Inhalte im 2. Studienabschnitt (3. bis 7. Fachsemester)

Vorlesungen und Übungen:

  • Geologie
  • Chemie / Geochemie
  • Mikrobiologie
  • Umweltschadstoffe / Umweltanalytik
  • Thermodynamik
  • Technische Mechanik II
  • Boden und Grundwasser
  • Bauwerke (Baustoffkunde / Bauwerksanalyse)
  • Bodenmechanik / Felsmechanik
  • Angewandte Ingenieurbiologie
  • Rohstoffe und Lagerstätten
  • Klima und Energie
  • Umweltinformationssysteme

Praktika, Übungen und Seminare:

  • Geo-Feldpraktikum
  • Bodenmechanisches Praktikum
  • EDV-Tools für Erdstatik
  • Geographische Informationssysteme (GIS)
  • Umweltanalytik
  • Mikrobiologische Sanierungsverfahren
  • AutoCAD
  • Bautechnische Arbeitsfelder
  • Fachbezogenes Seminar und Projektarbeit

Exkursionen

  • regional
  • überregional / international

Berufliche Perspektiven 

Das Ausbildungsspektrum versetzt die Absolventinnen und Absolventen in die Lage, sich in einem dynamischen Arbeitsmarkt zu behaupten. Eine solide propädeutische Ausbildung und eine Vielzahl spezifischer und aktueller Vertiefungen bilden dafür die Basis und vermitteln das Wissen, neue Herausforderungen zu meistern. Die erlernte Fach- und Systemkompetenz garantiert eine breite Palette an Einsatzmöglichkeiten in:

  • Ingenieurbüros,
  • internationalen Unternehmen der Ressourcenwirtschaft,
  • Bau- und Ausführungsfirmen,
  • Beratungs-und Consultingunternehmen,
  • Büros für Planung, Projektierung und Projektentwicklung,
  • öffentlichen Einrichtungen von Kommunen, Land und Bund,
  • Banken und Versicherungen,
  • öffentlichen und privatwirtschaftlichen Forschungseinrichtungen,
  • Genehmigungs- und Kontrollbehörden,
  • Bergämtern, Wasser- und Naturschutzbehörden,
  • Umweltverbänden.

Akademischer Grad: Bachelor of Engineering (B.Eng.)
Regelstudienzeit: 7 Semester / 210 ECTS-Credits
Vorpraktikum:  nicht erforderlich
Studienbeginn: Wintersemester
Bewerbungszeitraum: 15. Mai bis 15. September eines jeden Jahres
Zulassungsvorraussetzungen: Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife, Fachhochschulreife oder Bestehen einer Eingangsprüfung, erfolgreiches Ablegen der Meisterprüfung oder erfolgreicher Abschluss einer der Meisterprüfung gleichwertigen Fortbildung oder eines Bildungsgangs zum staatlich geprüften Techniker oder zum staatlich geprüften Betriebswirt
Zulassungsbeschränkung: nein

Kontakt

Sekretariat Geotechnik
Tel.: 03631 420-301
Fax: 03631 420-814

Prof. Dr.-Ing. Dieter D. Genske
Studiendekan, Vertretungsprofessur
Telefon: 03631 420-337
Fax: 03631 420-814
E-Mail: genske@hs-nordhausen.de

Weitere Informationen erhalten Sie direkt auf der Webseite zum Studiengang
Zur Webseite >

 

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