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Buchbesprechung

Ulrike Bartels, Simone Holzwarth:
Arbeiten in der Entwicklungszusammenarbeit
Zwischen Bauern und Ministerien
ISBN 3-86040-130-0
Verlag interconnections, Freiburg
April 2006, 15,90 EUR

Arbeiten in der Entwicklungszusammenarbeit, zwischen Bauern und Ministerien

Traumjob: Entwicklungsexperte. Wer es geschafft hat, kann sich glücklich schätzen. Das sehen die Interviewten in diesem Übersichtswerk genauso, dennoch: alles hat seinen Preis.

Die Internationale Entwicklungszusammenarbeit ist ein Berufsfeld, von dem viele Schulabgänger träumen. Ferne Länder, Abenteuer und aufregende Tätigkeiten, die zudem für die Bevölkerung im Gastland von Nutzen sind. Sieht die Realität tatsächlich so aus? Die Autorinnen beleuchten diese Branche, in der es bei weitem mehr Interessenten als freie Stellen gibt, von allen Seiten.

Der Beruf der Entwicklungsexperten ist auf den ersten Blick schwer zugänglich. Den typischen Werdegang gibt es nicht. Was liegt also näher als Personen, die in der Entwicklungszusammenarbeit tätig sind, Selbst zu Wort kommen zu lassen. In 13 Interviews breitet sich ein reicher Erfahrungsschatz vor dem Leser aus, zusammengesetzt aus den unterschiedlichsten Tätigkeiten und Regionen.

Der Wermutstropfen: das Zurückkommen

Nichts wird geschönt, denn dieses reizvolle Arbeitsfeld hat natürlich auch eine Schattenseite. Denn so begehrt die Auslandserfahrung auch ist, nach mehr als drei Jahren wird das Unterkommen auf dem deutschen Arbeitsmarkt schwierig, so der einhellige Tenor. Der Wiedereinstieg gestaltet sich meistens komplizierter als die Eingewöhnung im Gastland.

Lebenslange Festanstellungen gibt es nicht, da die Verträge auf das jeweilige Projekt befristet sind. Außerdem ist zum jetzigen Zeitpunkt auch noch nicht zu sagen, ob und in welchem Maße in 10 oder 20 Jahren überhaupt noch Leute entsandt werden. Das heißt folglich, Flexibilität steht ganz oben im Anforderungsprofil eines Entwicklungsexperten.

Wo gibt es Jobs?

Im Vergleich zu den bunten Lebensläufen der Interviewpartner ist die Zahl der Arbeitgeber überschaubar: Neben Institutionen der staatlichen Entwicklungsarbeit, stehen die politischen Stiftungen und kirchliche Institutionen; auf die wichtigsten Nicht-Regierungsinstitutionen gehen die Autorinnen ebenfalls ein. Sie erörtern die Stellenstruktur und geben nützliche Tipps, wo relevante Stellenausschreibungen zu finden sind.

Der Tipp, den die Autorinnen dem potenziellen Nachwuchs mit auf den Weg geben: den Berufseinstieg gut vorbereiten und nicht vergessen, dass künftige Entwicklungsexperten gerne durch entsprechende Programme rekrutiert wird.

studieren.de-Wertung

Gute Lektüre für alle, die mit einem Berufseinstieg in die Entwicklungszusammenarbeit liebäugeln. Realistisch mit den persönlichen Konsequenzen, die eine Entscheidung für diesen Beruf mit sich bringen. Aber auch die Begeisterung und die Bereicherung für das persönliche Leben, die das Arbeiten im Ausland darstellen kann, werden vermittelt.

 

, Redaktion
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