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Buchbesprechung


Anja von Kanitz
Emotionale Intelligenz
TaschenGuide
ISBN: 978-3-648-06035-3
Auflage: 2. Auflage 2014
Haufe Verlag
Planegg b. München
128 Seiten, 3,99 EUR

Emotionale Intelligenz

Mit Emotionaler Intelligenz läuft vieles besser. Auch wenn der berufliche Erfolg nicht immer in Relation zur emotionalen Kompetenz steht: Die Schlupflöcher, in die sich Personen ohne emotionale Kompetenz zurückziehen können, werden kleiner.

Warum haben wir überhaupt Emotionen? Diese Frage ist überflüssig, denn wir haben sie und es ist gut, dass wir sie haben, denn sie helfen uns und weisen uns den Weg. Lange galten die als etwas privates, das keine Relevanz für das Berufsleben hat. Nach dem heutigen Stand der Forschung ist aber klar, "an allen Entscheidungen, die wir treffen, sind jene Teile des Hirns maßgeblich mitbeteiligt, die Emotionen verarbeiten  - auch dann, wenn es um rein sachlich-fachliche Inhalte geht" (von Kanitz).

Die Prägung, welche Emotion für welche Situation angemessen ist, findet in der frühesten Kindheit statt; die Orientierung an der Reaktion der Bezugspersonen ist für das zukünftige Verhalten ausschlaggebend. Wer Denken und Fühlen in Zusammenhang zueinander setzen kann, dem ist es möglich, die eigenen Reaktionen zu analysieren. Eine emotional intelligente Person kann die eigenen Gefühle wahrnehmen und ist ihnen nicht ausgeliefert. Die Folge davon ist der konstruktive Umgang mit den Emotionen und die Einflussnahme darauf.

Sich in andere einfühlen können

Auch für eine gelungene Kommunikation ist die emotionale Kompetenz die Basis. Die Kompetenz die Gefühle anderer verstehen zu können, ist größer, wenn die Position eines anderen Menschen nachvollzogen werden kann. Ein indianisches Sprichwort lautet: "Beurteile niemanden bevor du nicht zwei Monate in seinen Mokassins gelaufen bist". Im Umgang mit anderen Menschen ist ein Perspektivenwechsel oftmals der Schlüssel zu Verständigung.

Führungskräfte wissen: Je besser die eigenen Gefühle beeinflusst und reguliert werden können, desto besser können die Gefühle des Gegenübers beeinflusst und reguliert werden.
Dabei geht es nicht darum zu manipulieren, sondern die Konflikte der Mitarbeiter frühzeitig zu erkennen und zu lösen. Ärgerliche Menschen können so beruhigt, zögerliche ermutigt und niedergeschlagene aufgebaut werden.

Ob Emotionale Intelligenz und Karriere in einem direkt Zusammenhang stehen, ist bis heute nicht einwandfrei belegbar. Nicht korrekt ist auf jeden Fall der Umkehrschluss: "Wer beruflich erfolgreich ist, ist auch emotional intelligent".

studieren.de-Wertung

Ohne Teamarbeit können komplexe Projekte kaum bewältigt werden. Wie setzt man Emotionen richtig ein, wie lernt man mit ihnen umzugehen? Kurz und knapp wird in diesem Taschenguide das Thema umrissen. Eine Checkliste zur Überprüfung der eigenen Emotionalen Intelligenz rundet das Buch ab.

Empfehlenswert ist die Lektüre für alle, die wissen, dass auch negative Gefühle an sich nichts Schlechtes sind - wenn man sich nicht mitreißen lässt. Gefühlen können Impulse zur Handlung und Veränderung geben. Anstatt dem Ärger freien Lauf zu lassen, kann man die Provokation auch übergehen und sich auf das Gesprächsziel konzentrieren. Die eigene Reaktion wird im Anschluss daran beleuchtet. Es geht aber nicht darum, Emotionen hinunterzuschlucken, sondern sich die eigenen Gefühle bewusst zu machen und sie auszudrücken.

, Redaktion
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