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Buchbesprechung


Robert Grünwald
Marcel Kopper
Marcel Pohl
Die Turbo-Studenten
Die Erfolgsstory: Bachelor plus Master in vier statt elf Semestern
Gabal Verlag 2013
EUR 24,90, 233 Seiten

Die Turbostudenten

Unglaublich aber wahr: Drei Wirtschaftsstudenten absolvierten ihr Bachelor- und Masterstudium innerhalb von vier Semestern – statt der angesetzten elf. Der Fall ist einmalig in der deutschen Hochschulgeschichte – und erhielt vor allem durch ein Gerichtsurteil Aufmerksamkeit. Wie der ehrgeizige Plan funktioniert hat, machen die Turbostudenten in diesem Buch öffentlich.

Ein sogenanntes Turbostudium ist eine "sportliche" Herausforderung, neben der nicht viel Zeit für anderes bleibt. Das ist klar. Wie soll das klappen, und will ich das überhaupt? Diese Fragen stellt sich sicherlich jeder, der gerne zu Uni geht und sein Studentenleben genießt.

Wissen muss man in diesem Zusammenhang, dass die drei Wegbereiter für das Turbostudium nicht grundständig, sondern berufsbegleitend an einer privaten Hochschule studiert haben. Mit viel persönlichem Einsatz war es möglich, die Regelstudienzeit als "Sollbruchstelle" im Studiensystem vorzuführen. Das ist nicht in allen Studiensystemen möglich. Notwendige Beschleunigungsfaktoren bei dem Vorhaben Turbostudium waren der Einsatz neuer Medien in Form von Online-Vorlesungen und Online-Übungen, ein Standort-Hopping in Bezug auf die unterschiedlichen Studienzentren der Hochschule sowie die Arbeit im Dreier-Team.

Darum ging es Autoren

Schneller studieren heißt nicht unbedingt oberflächlich studieren. Die Autoren wollten demonstrieren, dass ein effektives und qualitätsorientiertes Studieren durch strategische Teamarbeit möglich ist, und haben das auch geschafft. Von dieser Entschlossenheit – mit guten Noten und in Rekordzeit – ein Ziel anzuvisieren, können sich andere Studierende auf jeden Fall inspirieren lassen.

Die zeitliche Ersparnis waren mit dem Turbosystem sieben Semester - als gut drei Jahre. Finanzielle Anreize gibt es für Nachahmer allerdings keine. Diese Erfahrung mussten auch die Erfinder des Schnell-Studierens machen.

Finanziell lohnt es sich nicht

Da die Studierenden an einer privaten Hochschule eingeschrieben waren, erhofften sie sich einen finanziellen Vorteil durch das Sprintstudium. Wer sich exmatrikuliert, müsste theoretisch seine Studiengebühren zurück bekommen. Leider Fehlanzeige. Ohne Rücksicht auf die kurze Studiendauer, wurde der komplette Betrag für die angesetzte Regelstudienzeit fällig. Das wurde sogar vor Gericht entschieden.

studieren.de-Wertung

Was ist das Tempo, mit dem ich mich wohlfühle? Beim Reflektieren über die eigenen Ziele und Vorstellungen von der Zukunft, kommt sicherlich auch die Frage nach der Work/Study-Life-Balance auf. Ein Studium im Schnelldurchlauf ist sicherlich nicht für jeden empfehlenswert. Allerdings kann das Buch als Inspiration dienen, wie man an die eigenen Grenzen geht und mit gewohnten Regeln bricht. Mit dieser Betrachtung ist es beeindruckend.

, Redaktion
hartmann@no-spamstudieren.de

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