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Buchbesprechung

Helga Knigge-Illner
Der Weg zum Doktortitel.
Strategien für die erfolgreiche Promotion
Campus Verlag
Frankfurt/New York
2004/2009
ISBN 978-3-593-38882-3
245 Seiten, 17,90 EUR

Der Weg zum Doktortitel

Promovieren ist ein "hartes Geschäft". Selbst bei einem guten Selbstmanagement ist Stress vorprogrammiert. Die Doktorarbeit bringt fast jeden Doktoranden einmal an die Grenzen des eigenen Selbstbewusstseins.

Dass es nicht einfach werden wird, liegt eigentlich auf der Hand: Doktoranden sind selten jünger als 27, in der Regel sogar zwischen 30-35 Jahre alt. In einer Lebensphase, die bei anderen schon durch Arbeit geprägt ist, stecken sie ihre ganze Zeit und Energie in ein Thema, mit dem die Umwelt normalerweise nichts anfangen kann. Der Laie interessiert sich selten für die genauen Inhalte der Doktorarbeit und hat oft auch nur wenig Verständnis für das "Einzelkämpfertum am Schreibtisch" im "stillen Kämmerlein".

Was macht er, wie viel macht er und macht er überhaupt was?

Wenig Geld, wenig Zeit und ein hohe intellektuelle Belastung. Doktoranden gehören bis auf wenige Ausnahmen zu den Einkommensschwachen Bevölkerungsgruppen. Im Vergleich zu ihren Altersgenossen können sie sich Statussymbole wie Auto, Eigentumswohnung und teure Urlaubsreisen nicht leisten. Sind Doktoranden verrückt, dass sie sich auf so eine Situation einlassen?

Lebensziele wie Familiengründung, Existenzsicherung und altergemäße gesellschaftliche Integration rücken gerade in den wichtigen Jahren in die Ferne. Was sind die Antworten auf die Fragen aus dem unverständigen Familien- und Freundeskreis?

  • Was du studierst immer noch?
  • Wann wirst du denn endlich fertig?
  • Wird es nicht langsam Zeit ins Berufsleben einzusteigen?
  • Bei Frauen: Wann bekommst du denn dann Kinder?

Konflikte mit der eigenen Identität sind nur zu wahrscheinlich.

Was tun, wenn die Selbstzweifel kommen?

Soll ich oder nicht… ? Die Entscheidung ist schwierig, weshalb der Ratgeber auch bis zur Hälfte auf genau diese Problematik eingeht. Die Autorin weiß, wovon sie spricht. Das merkt man. Sie hat selbst promoviert und ist nun in der Psychologischen Beratung der FU Berlin beschäftigt. Man trifft seine Wahl für mehrere Jahre, denn selten geht eine Promotion schneller als in drei Jahren über die Bühne. Da muss man dazu stehen und man muss wissen, warum man es macht - sonst kommt man ins Schleudern.

Soviel dazu! Wissenschaftlich Arbeiten, Themensuche und mündliche Präsentationstechniken werden im Ratgeber natürlich ebenfalls behandelt. Das macht die andere Hälfe des Buches aus.

studieren.de-Wertung:

Keine leichte Zeit! Eine Zeit aber, die sich aber am Ende lohnt, wenn man sich der Gefahren, Risiken und Herausforderungen bewusst ist. Wer gerade eine Promotion plant, kann mit diesem Buch sicherlich besser einschätzen, was auf ihn zukommt, und wie man sich dagegen bestmöglich wappnet.

 

, Redaktion
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