Chemie ist das, was knallt und stinkt?
Auf jeden Fall – aber auch noch sehr viel mehr! Als eine überwiegend experimentelle Naturwissenschaft verbindet Chemie theoretische Grundlagen mit praktischer Laborerfahrung. Sie beschäftigt sich mit dem Aufbau, den Eigenschaften und der gezielten Umwandlung von Stoffen – vom einzelnen Molekül bis hin zu hochkomplexen Materialien. Ob Energiesicherheit, Ressourcenknappheit oder medizinischer Fortschritt: die Chemie liefert die Werkzeuge, um unsere Lebensweise zukunftsfähig zu gestalten.
Die Studierenden erwerben fundiertes Wissen in den drei Pflichtbereichen der Chemie:
• Organische Chemie (OC)
Chemie der Kohlenstoffverbindungen
• Anorganische Chemie (AC)
Chemie aller weiteren Elemente und ihrer Verbindungen
• Physikalische Chemie (PC)
Analytik, Energie, Quanten
Ergänzt wird das Studium durch Einblicke in die Wahlpflichtbereiche:
• Biochemie (BC)
Molekulare Prozesse des Lebens
• Makromolekulare Chemie (MC)
(Bio-)Polymere
Durch den vielseitigen und grundlagenorientierten Studiengang stehen Absolvent*innen sowohl beruflich als auch das weitere Studium betreffend eine Vielzahl an Möglichkeiten offen.
Das Chemiestudium vermittelt nicht nur Fachwissen in den Pflichtbereichen (AC, OC, PC) und dem Wahlpflichtbereich (BC, MC) – sondern verbindet die Theorie gezielt mit praktischer Laborerfahrung.
Die Theorie wird dabei vor allem in Vorlesungen vermittelt:
• Kernkonzepte in den drei Pflichtbereichen OC, AC und PC
• Grundlegende Rechenmethoden
• Basiswissen Physik
• Grundlagenwissen im Wahlpflichtbereich (BC oder MC)
Laborpraktika vermitteln hingegen wichtige Fähigkeiten und Methoden für die praktische Arbeit:
• Grundlagen des chemischen Arbeitens
• Arbeitsmethoden in den Pflichtbereichen OC, AC und PC
• Grundlegendes Arbeiten in der experimentellen Physik
• Grundlegendes Arbeiten im Wahlpflichtbereich (BC oder MC)
Chemie ist ein vielseitiges und grundlagenorientiertes Fach, das in fast allen Bereichen des täglichen Lebens und der Industrie eine Rolle spielt. Daher ermöglicht ein Chemiestudium den Absolvent*innen einerseits nahtlos an eine Vielzahl von Masterstudiengängen anzuschließen – andererseits stehen ihnen auch vielfältige Berufsfelder offen.
Weiterführende Studienmöglichkeiten:
Nach einem erfolgreich abgeschlossenen Chemie-Bachelorstudium können Absolvent*innen einen klassischer Chemie-Masterstudiengang anschließen. Allerdings können sie aber auch aus weiteren Masterstudiengänge z.B. in Richtung Materialwissenschaften, Pharmazie, Umweltchemie, Biochemie, Nanotechnologie oder Wirtschaftschemie wählen.
An der Fakultät für Chemie und Pharmazie können drei spannende Masterstudiengänge angeschlossen werden:
- M.Sc. Chemie: Im Masterstudiengang Chemie liegt der Fokus auf der Vertiefung von Fachwissen und dem Sammeln praktischer Forschungserfahrung. Er erlaubt aber auch individuelle Schwerpunktsetzung - eine ideale Vorbereitung für anspruchsvolle Tätigkeiten in Wissenschaft und Industrie oder eine Promotion.
- M.Sc. Biochemistry and Biophysics: Im Masterstudiengang Biochemistry and Biophysics wird das Wissen an der Schnittstelle von Chemie, Biologie und Physik vertieft. Der Schwerpunkt in Biochemie, Biophysik und Bioinformatik liegt auf den Mechanismen der Proteinfunktion auf molekularer Ebene.
- M.Sc. Sustainable Materials: Im Masterstudiengang Sustainable Materials stehen den Studierenden zwei Profillinien zur Verfügung. In der Profillinie Polymer Sciences stehen die Entwicklung und Gestaltung zukunftsfähiger Kunststoffe im interdisziplinären Umfeld von Chemie, Technologie und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Der Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von Materialforschung, praxisnaher Anwendung und interdisziplinärer Praxis. In der Profillinie Functional Materials stehen die Entwicklung nachhaltiger Funktionsmaterialien an der Schnittstelle von Chemie und Ingenieurwissenschaften sowie die praxisnahe Anwendung interdisziplinärer Ansätze im Mittelpunkt.
Berufliche Perspektiven:
Ebenso wie die anschließenden Studienmöglichkeiten sind auch die Berufsfelder außerordentlich vielfältig: Von der Forschung und Entwicklung in der in der Chemischen wie Pharmazeutischen Industrie über Qualitätssicherung in der Lebensmittelbranche oder der Entwicklung analytischer Methoden in kleinen und mittleren Unternehmen bis hin zu Umweltschutz, Energiegewinnung und Unternehmensberatung – Chemieabsolvent*innen sind gefragt. Zudem eröffnen sich Türen in Behörden, Patentämter, Journalismus (Wissenschaftsredaktionen) oder sogar in der Gründerszene, etwa mit innovativen Start-ups im Bereich nachhaltiger Technologien.
Da der Bachelorstudiengang Chemie an der Universität Freiburg zulassungsfrei ist, erhalten alle Bewerber*innen mit Abitur bzw. entsprechender Hochschulzugangsberechtigung eine Zulassung. Die einzige Voraussetzung ist, vor der Bewerbung einen Studienorientierungstest zu absolvieren, z.B. den Online Studienwahl Assistenten (OSA) zum Fach Chemie: www.osa.uni-freiburg.de/chemie/
Generell sollten Studierende für ein Chemiestudium Folgendes mitbringen:
• Neugier an naturwissenschaftlichen Zusammenhängen
• Motivation, sich auch in komplexere Themen einzuarbeiten
• Freude am Experimentieren und Entdecken
An der Fakultät für Chemie und Pharmazie der Universität Freiburg finden Studierende das perfekte Umfeld für ihr Chemiestudium. Das zeigt sich nicht nur darin, dass sich unter den Ehemaligen fünf Chemie-Nobelpreisträger finden, sondern ebenso in der starken Beteiligung an Exzellenzclustern, die zu einer innovativen Forschung beiträgt. Auch unsere Forschungsschwerpunkte (Synthese und Katalyse, Energie und Materialien, Enzyme und Wirkstoffe) sind aktuell und zukunftsrelevant. Die gute Vernetzung innerhalb der Uni bietet zudem eine ideale Grundlage für spannende Projekte in Zusammenarbeit mit Arbeitsgruppen aus Physik, Biologie, Medizin und vielen weiteren Bereichen!
Außerdem profitieren Studierende von der guten Lage: der grüne, zentral gelegene Campus bietet eine motivierende Atmosphäre inmitten einer der lebenswertesten Städte Deutschlands. Eine eigene Fachbibliothek bietet zudem genügend Platz für die Prüfungsvorbereitung und Literaturrecherche.














