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Mehr Geld für mehr Empfänger

BAföG: Das ist neu!

Neue Bedarfssätze, angepasste Einkommensfreibeträge, höhere Auszahlungsbeträge – zum ersten Mal seit sechs Jahren bekommen Studierende erheblich mehr Geld. Am 1. August ist das umfassende Reformpaket des 25. BAföG-Änderungsgesetzes in Kraft getreten. Auch wer bis jetzt knapp kein BAföG erhalten hat, ist durch die Neuerungen möglicherweise förderberechtigt.

Nach mehreren Nullrunden hat sich endlich etwas bewegt beim BAföG. Studierenden sollten jetzt zügig Anträge stellen. Auch diejenigen, die schon studieren, sollten prüfen, ob sie nun möglicherweise nicht doch BAföG-förderberechtigt sind und damit auch in den Genuss einer Förderung kommen.

Im vergangenen Jahr hat die Ausbildungsförderung rund 611.000 Studierenden sowie 259.000 Schülerinnen und Schülern dabei geholfen, ihre Bildungsziele zu erreichen. Mit der BAföG-Reform wurden die Einkommensfreibeträge der Eltern um sieben Prozent angehoben, sodass laut Schätzung des Bundesbildungsministeriums in Zukunft ungefähr 110.000 Studierende und SchülerInnen zusätzlich BAföG erhalten können. Wer also mit seinem ersten Antrag leer ausging, darf es durchaus mit einem weiteren Versuch erneut versuchen.

Das sind die Änderungen im Überblick:

  • Die Bedarfssätze und Einkommensfreibeträge wurden mit der Reform um sieben Prozent erhöht.
  • Der Wohnzuschlag für Studierende, die nicht bei ihren Eltern wohnen, wurde überproportional auf 250 Euro angehoben. Für diese Studierenden steigt der monatliche Förderungshöchstsatz damit sogar um fast 10 Prozent von derzeit 670 Euro auf künftig 735 Euro.
  • Damit sich Ausbildung und Familie besser vereinbaren, wurden die Kinderbetreuungszuschläge auf einheitlich 130 Euro pro Kind (das heißt für jedes Kind) angehoben. Bisher gab es gestaffelt 113 Euro für das erste und 85 Euro für jedes weitere Kind. So steht mehr Geld zur Verfügung, flexible Fremdbetreuung außerhalb der regulären Öffnungszeiten von Einrichtungen zur Kinderbetreuung zu organisieren und zu finanzieren.
  • Höhere Vermögensfreibeträge: Auch der Freibetrag für eigenes Vermögen von Auszubildenden wird seit über 10 Jahren ebenfalls angehoben - von bisher 5200 Euro auf 7500 Euro. Das bedeutet, dass Geförderte künftig dauerhaft einem sogenannten Minijob bis zur vollen Höhe von 450 Euro monatlichem Verdienst nachgehen können, ohne dass dieses Einkommen auf ihre BAföG-Leistungen angerechnet wird.

Aus "Meister-BAföG" wird das "Aufstiegs-BAföG"

Auch im Bereich Unterstützung für die berufliche Fortbildung gibt es Neuigkeiten. Mit der Novelle des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG) würde aus dem "Meister-BAföG" ein "Aufstiegs-BAföG". Der maximale Unterhaltsbeitrag im AFBG steigt für Alleinstehende von 697 Euro auf 768 Euro und damit um 71 Euro. Der maximale Maßnahmenbeitrag für Lehrgangs- und Prüfungskosten steigt von 10.226 Euro auf 15.000 Euro. Außerdem werden jetzt auch Bachelorabsolventinnen und -absolventen mit dem Meister-BAföG oder Aufstiegs-BAföG gefördert. 

, Redaktion
hartmann@no-spamstudieren.de

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