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Buchbesprechung

Markus Müschenich
55 Gründe Arzt zu werden
2012 Murmann Verlag GmbH
Hamburg
ISBN 978-3-86774-213-9
236 Seiten, 16,90 EUR

Markus Müschenich: 55 Gründe, Arzt zu werden

Eigentlich braucht der Beruf des Arztes keine Werbung, denn die Anziehungskraft ist bei jungen Menschen ungebrochen. Gute Gehälter, viel Verantwortung und Status sind einem Arzt sicher. Und doch will der Autor einiges richtig stellen in Bezug auf seine Zunft; denn das Ansehen des Berufs war schon einmal besser.

Sogar Schüler mit Einserabitur müssen eine Ablehnung hinnehmen. Nur ungefähr jeder 10 bekommt einen Studienplatz. Im Wintersemester haben sich rund 43.000 Bewerber auf die begehrten ca. 9.000 Studienplätze beworben. Der Beruf des Arztes hat an Ansehen verloren, findet der Autor. Das ist der Grund, warum der Autor seinen Kollegen Wertschätzung zukommen lassen will. Die Bewerbungszahlen sprechen eine andere Sprache.

Ein großer Grund und viele kleine

 Hauptgrund und Grund Nummer eins ist natürlich, dass Ärzte Leben retten. Dieser Grund überschattet sicherlich alle anderen. Eine Aufgabe mit Sinn und höchster Verantwortung - eine Tätigkeit, die mit Nervenkitzel verbunden ist. Das wirkt sehr anziehend auf junge Menschen. Die Ärzte in den Medien, z.B. der Arzt der deutschen Nationalmannschaft Dr. Müller-Wohlfahrt, zeigen auf, wie weit es Ärzte bringen können, wenn sie sich auf gefragte Fachrichtungen spezialisieren. Und die Serienhelden tragen natürlich ebenfalls zu dem Bild in den Köpfen junger Menschen bei. Emergency Room oder die Schwarzwaldklinik – die Krankenhausszenerie gibt Stoff für Seifenopern.

Was gibt es sonst noch?

  • Weil Ärzte schweigen dürfen, wo andere reden müssen.
  • Weil sie auch der ganzen Welt arbeiten können.
  • Weil sie bei Heiligsprechungen ein Wort mitreden können.
  • Weil sie auf keiner Party alleine bleiben und beste Chancen beim anderen Geschlecht haben.

Die Gründe die Müschenich beschreibt sind lustig, aber sehr pauschal gehalten. Sie können aber auch auf jeden anderen Menschen zutreffen, der  klug, engagiert, offen und flexibel ist.

studieren.de-Wertung

Unterhaltsam zu lesen. Doch an vielen Stellen hätte der Bezug zum Arbeitsalltag größer sein können. Das Buch ist weniger für Studieninteressierte geeignet als vielmehr für fertige Ärzte, welche die Besonderheiten ihres Berufs vergessen haben. Bei langen Arbeitszeiten und Nachtschichten in der Klinik ist es ein guter Input, wenn man weiß, was noch hätte alles sein können.

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