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Arbeitsmarkt - Wo kann ich mich informieren?

Auf Nummer sicher gehen - das ist sicher nicht verkehrt, wenn der eigene Werdegang geplant werden soll. Aber geht das überhaupt? Kann auf Prognosen vertraut werden?

Was tut sich in der Zukunft? Angesichts steigender Arbeitslosigkeit und düsteren Visionen zur Beschäftigung in Deutschland versuchen Studienanfänger, sich bestmöglich im Vorfeld zu informieren. Die ideale Berufsausbildung soll Spaß machen, genügend Geld bringen und Zukunft haben.

Große Forschungsinstitute wie das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg, aber auch die Kultusministerien oder Verbände für bestimmte Berufgruppen beschäftigen sich mit dem Arbeitsmarkt und informieren regelmäßig über ihre Einschätzungen zu möglichen Entwicklungen. Schwierig wird die Angelegenheit dadurch, dass nicht alle Faktoren, die in die Hochrechnungen einfließen sollten, greifbar sind.

Wie wird gerechnet?

Die Schlagworte hierbei heißen Arbeitskräfteangebot und Arbeitskräftebedarf. Ein grobes Rechenbeispiel würde folgendermaßen aussehen: So weiß man zum Beispiel wie viele Studierende auf Lehramt studieren und wie viele Lehrer in naher Zukunft in Rente gehen werden. In Kombination mit der Bevölkerungsentwicklung (wie viele Kinder werden erwartet) kann unter dem Strich eine Zahl errechnet werden, die für den Bedarf an Lehrern steht. Wenn man genauer hinsieht, verkompliziert sich der Sachverhalt. Die Situation ist in jedem Bundesland anders und in Bezug auf jede Schulform ebenfalls.

Je konkreter die Aussagen werden sollen, desto schwieriger werden Prognosen. Denn Voraussagen werden unschärfer, je diffuser das Berufsbild ist. Wenn ein Studium viel Platz für individuelle Berufswege lässt, wie zum Beispiel in den Geisteswissenschaften, kann nicht pauschal gesprochen werden.

Außerdem entstehen auf dem Arbeitsmarkt regelmäßig neue Anforderungen und somit auch neue Berufe, aus denen wiederum eigene Berufe entstehen. So hat zum Beispiel das Internet zu einem Boom neuer Aufgabenfelder geführt, den vor zwanzig Jahren niemand vorhersehen konnte. Die Kompetenzen, die zukünftig gefragt sein werden, lassen sich also kaum berechnen. Dass sich viele Studiengänge überlappen, trägt noch seinen Teil zur Problematik bei.

Und zu guter letzt sind Arbeitsmarkt-Prognosen auch nur eine Momentaufnahme. In diesem Zusammenhang wird immer wieder der Schweinezyklus angeführt.

Schweinezyklus

Der Kaufpreis für Schweinefleisch ist hoch, d. h. der Verkauf ist lukrativ. Dadurch animiert, fangen viele Bauern an, Schweine zu züchten. Wenn diese dann geschlachtet werden können, gibt es einen Überfluss und der Preis für Schweinefleisch sinkt wieder. Da hier dann nichts mehr verdient werden kann, stellen die Bauern wieder auf andere Verdienstquellen um usw. usw.

Auf Studienanfänger umgemünzt bedeutet das also, dass Hochrechnungen mit Vorsicht zu genießen sind. Im Laufe eines Studiums kann sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt schnell verändern. Prognosen für größere Berufsgruppen zeigen natürlich Tendenzen, von denen man sich inspirieren lassen kann.

Letztlich gilt aber: Nur in einem Fach, das wirklich den eigenen Interessen entspricht und Spaß macht, kann man auch gut sein. Und meistens klappt´s dann auch mit dem Job. Garantien gibt es leider keine.

 

, Redaktion
hartmann@no-spamstudieren.de

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