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Alumni-Netzwerke

Das Ende der Studienzeit ist der Beginn einer langjährigen Beziehung. So das Ideal, das hinter einem Alumni-Netzwerk steht. Die Kontaktpflege zu anderen Ehemaligen ist überaus viel versprechend, wenn netzwerken nicht als Einbahnstraße verstanden wird.

Alumni-Netzwerke haben ihren Ursprung an US-amerikanischen Hochschulen. Dort wird die Zugehörigkeit zu einer Hochschule mit soviel Stolz betrachtet, dass jedes andere Mitglied der "Alumni Association" (oft auch "Old boy network" genannt) als potenzieller Freund eingestuft wird. Die Identifikation mit der Hochschule überdauert die Studienzeit um Jahrzehnte.

So weit ist es in Deutschland noch nicht, aber auch hier versuchen die Hochschulen die Studenten immer mehr an sich zu binden. Studiengebühren sind eingeführt, Hochschulen müssen Marketing machen, um im Wettbewerb um die besten Studenten mitzuhalten, die Alumni-Kultur wächst. Unter dem Dachverband Alumni-clubs.net engagieren sich derzeit ca. 500 Alumni-Organisationen, Absolventen-Netzwerke und internationale Alumni-Organisationen, die sich alle der Kontaktpflege unter den Ehemaligen verschrieben haben.

Auch der DAAD betrachtet das Ende der Förderzeit als den Beginn einer langjährigen aktiven Beziehung mit seinen ehemaligen Stipendiaten, um den akademischen Austausch zwischen Deutschland und seinen Partnerländern zu intensivieren.

Alumni Netzwerke? Was bringt mir das?

Netzwerken leicht gemacht

Irgendwann stellt man dann fest, die Welt ist klein. Die Erfinder der Netzwerke berufen sich darauf, dass über sechs Ecken jeder mit jedem auf der Welt verbunden ist. Das ist eine Theorie des amerikanischen Soziologen Stanley Milgram. Dieser hat in einem Forschungsprojekt nachgewiesen, dass wir über die Menschen, die wir kennen und die diese wiederum kennen, mit jedem anderen Menschen der Welt über sechs Ecken verbunden sind.

Die Wirkung von Networking liegt auf der Hand: Wer an Erfolgsstories aus dem Bekanntenkreis denkt, weiß, dass in zwei von drei Fällen Networking der Grund für die glückliche Begebenheit war. Der Anfang liegt meistens im Freundes- und Bekanntenkreis.

Wer das Netzwerken nicht dem Zufall überlassen will, kann sich leicht auch anderen bestehenden Netzwerken anschließen.

Erfolgreich durch Kontakte

Das Wissenschaftsnetzwerk Academici.com zum Beispiel ist ein weltweites Online-Netzwerk für Studenten, Akademiker und wissenschaftlich orientierte Unternehmen. Mit Academici.com können persönliche und forschungsorientierte Kontakte in der Wissenschaft geknüpft und gepflegt werden. Die Plattform gibt es außer in Deutsch noch in vielen anderen Sprachen, womit auch der internationale Austausch gewährleistet ist.

Im Mittelpunkt der Business-Netzwerke Xing (ca. 1,5 Millionen Mitglieder) und LinkedIn (ca. 7,5 Millionen Mitglieder) steht der berufliche Austausch. In einem Profil gibt jedes Mitglied Auskunft über sein Know-how und seine Erfahrungen. Es geht vor allem darum, alte Geschäftsbeziehungen zu pflegen und neue Geschäftskontakte zu knüpfen.

Welcher Kontakt nützlich werden wird, ist nie im Vorfeld klar. Netzwerken ist keine Einbahnstraße. Jedes Netzwerk lebt von seinen Mitgliedern. Wer nur den eigenen Vorteil im Auge hat, wird nicht weit kommen. Manchmal bringt ein Netzwerk erst nach ein paar Jahren persönlichen Outputs etwas.

, Redaktion
hartmann@no-spamstudieren.de

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