In der IT-Branche geht es wieder aufwärts. Die gerätemäßige Realisierung von informationsverarbeitenden Systemen ist ein Berufsfeld, das trotz der konjunkturellen Schwierigkeiten der letzten Jahre künftig gefragt sein wird.
Der Arbeitsmarkt für IT-Kräfte erholt sich langsam, aber stetig. Anfang dieses Jahres meldeten Arbeitgeber laut der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) in Bonn erstmals wieder mehr offene Stellen als im Vorjahr. Da die moderne Industrie- und Kommunikationsgesellschaft ohne informationsverarbeitende Systeme nicht mehr funktionieren würde, ist die Informatik trotz des Konjunktureinbruchs der letzten Jahre ein Arbeitsfeld mit Zukunft. Die Aufgaben und Anwendungen von Computern wachsen in rasantem Tempo. Den Entwicklern garantiert der konstante Bedarf an immer kleineren, leistungsfähigeren Modellen in Verwaltung und Unternehmen langfristig gute Berufsaussichten.
Studieninhalte und Tätigkeitsfelder
Im Vergleich zu anderen Informatik-Studiengängen steht bei der technischen Informatik die gerätemäßige Realisierung im Vordergrund. Detaillierte Kenntnisse über das technische Innenleben von Computern und computergestützten Systemen ermöglichen es Absolventen in allen Bereichen tätig zu werden, in denen hardwarespezifische Problemstellungen gelöst werden müssen.
Je nach Einsatzbereich sind die Arbeitsfelder für technische Informatiker/innen sehr vielfältig: Zu ihren Tätigkeiten können sowohl der Aufbau und Betrieb von Rechnernetzen als auch die Entwicklung von Mikrocomputern in Steuerungen von Auto, Roboter und Werkmaschine gehören. Die Konzeption und Betreuung von Computern zur Regelung von Industrieanlagen fällt ebenso in ihren Kompetenzbereich wie der Einsatz von Informationstechnologien zur Automatisierung von Lager- und Transportsystemen.
Berufsaussichten
Der kontinuierliche Bedarf an Absolventen/innen wird durch die Tatsache, dass die erste Generation an Computerexperten bald die Schwelle zum Ruhestand erreicht hat, noch unterstützt. Nach Schätzungen der Deutschen Gesellschaft für Informatik werden in den kommenden Jahren doppelt so viele Stellen frei wie Informatik-Studenten mit Diplom die Uni verlassen. Betont wird in Fachkreisen ein Punkt allerdings immer wieder: Die große Zeit der Quereinsteiger ist vorbei. Die Unternehmen suchen vor allem "echte Fachleute" mit einem fundierten Abschluss.
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Ulrike Hartmann
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