
Dauer: 4 Semester
Abschluss: Master of Science (M.Sc.)
Struktur: Pflicht- und Wahlmodule
Studienort: Straubing
Zielgruppe
Der Masterstudiengang richtet sich an qualifizierte Studierende mit einem Bachelorabschluss in den Natur-, Lebens- und Ingenieurwissenschaften. Er bietet eine exzellente, interdisziplinäre Ausbildung auf dem Gebiet der Nachwachsenden Rohstoffe.
Interdisziplinärer Studiengang
Der Masterstudiengang umfasst die gesamte Wertschöpfungskette biogener Rohstoffe. Durch die enge Verbindung von grundlagen- und anwendungsorientierter Forschung und Lehre bereitet der Studiengang optimal auf die Herausforderungen in dieser Zukunftsbranche vor.
Durchgeführt wird der Masterstudiengang als Kooperation der Technischen Universität München mit der Universität für Bodenkultur in Wien (BoKu) und der Fachhochschule Weihenstephan.
Bei einem einsemestrigen Studienaufenthalt an der BoKu in Wien besteht die Möglichkeit zur Erlangung eines Double Degree - jeweils eines Masterabschlusses der TU München und der BoKu Wien.
Ablauf des Studiums
Der interdisziplinäre Masterstudiengang Nachwachsende Rohstoffe dauert vier Semester. Im ersten Semester wird den Studierenden fundiertes biologisches und chemisches Basiswissen vermittelt, wie auch Grundlagen der Ingenieurwissenschaften und Verfahrenstechnik. Insbesondere werden die energetische und stoffliche Verwertung nachwachsender Rohstoffe sowie ökologische und ökonomische Aspekte behandelt.
Die Studierenden haben die Möglichkeit, je nach Interesse und Neigung individuelle Schwerpunkte in ihrem Studienplan zu setzen. Durch Wahlmodule können Vertiefungen in den naturwissenschaftlichen Grundlagen ebenso gewählt werden wie im Bereich Ingenieurwesen, Agribusiness, Biotechnologie oder Naturschutz.
Inhalte des Studiengangs
Der Masterstudiengang bietet in Pflicht- und Wahlpflichtmodulen eine umfassende und exzellente Ausbildung im Bereich Nachwachsender Rohstoffe. Die Aktualität der Inhalte ist durch die Nähe zur Forschung am Wissenschaftszentrum Straubing sichergestellt. Am Anfang des Studiums wird das nötige Basiswissen aufgefrischt beziehungsweise vermittelt. Im zweiten und dritten Semester stehen die energetische und stoffliche Verwertung Nachwachsender Rohstoffe im Mittelpunkt. Dabei werden die Stromerzeugung, die Energiespeicherung und -verteilung sowie die Wärmeerzeugung ebenso behandelt wie die Eigenschaften verschiedener Brenn- und Kraftstoffe. Auch Fragen der Biogastechnologie und der Geothermie werden bearbeitet. Im Bereich der stofflichen Nutzung lernen die Studierenden alles über Naturfaserwerkstoffe, Naturstofftechnologie und -charakterisierung sowie über Biokunststoffe und Bioraffinerie.
Daneben kommen auch ökologische und ökonomische Themen nicht zu kurz: Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit der Nutzung und Vermarktung Nachwachsender Rohstoffe sind wichtige Aspekte. Am Ende des Studiengangs wenden die Studierenden ihr Wissen an und setzen es im Rahmen einer Masterarbeit um. Diese kann am WZS oder an einer der beteiligten Forschungseinrichtungen durchgeführt werden.
Einmalige Jobchancen
Der Masterstudiengang Nachwachsende Rohstoffe bietet hervorragende Berufsaussichten: Bis zum Jahr 2020 wird im Bereich der Erzeugung und Nutzung Nachwachsender Rohstoffe mit der Neuschaffung von rund einer halben Million Arbeitsplätze gerechnet. Gesucht werden die Studienabsolventinnen und -absolventen von Energieversorgern, der verarbeitenden Industrie und dem Anlagen- und Maschinenbau, ebenso wie von Produzenten Nachwachsender Rohstoffe. Weitere Berufsfelder sind Beratung, Ausbildung und Behörden sowie Institutionen, Kommunen und die Forschung.
Nachwachsende Rohstoffe haben Zukunft
Fossile Rohstoffe und Energieträger sind begrenzt und ihre Nutzung wirkt sich negativ auf Klima und Umwelt aus. Eine der aussichtsreichsten Alternativen ist der Einsatz Nachwachsender Rohstoffe aus der Land- und Forstwirtschaft. Sie können vielseitig in feste, flüssige oder gasförmige Energieträger umgewandelt werden. Darüber hinaus können sie z.B. als Grundstoffe für Farben, Dämmstoffe, Verpackungen, Basis- oder Feinchemikalien genutzt werden.
An der Schnittstelle zwischen Natur, Landwirtschaft und Industrie entstehen neue Berufsfelder im Bereich Nachwachsender Rohstoffe. Der Bedarf an qualifizierten Experten ist hoch – und wird in Zukunft weiter steigen. Damit bieten sich den Absolventinnen und Absolventen des Masterstudienganges Nachwachsende Rohstoffe vielseitige Berufschancen.
Attraktiver Studienort
Im Wissenschaftszentrum Straubing (WZS) haben fünf bayerische Hochschulen ihre Kompetenz im Bereich Nachwachsender Rohstoffe gebündelt. Aufgrund des branchen- und disziplinenübergreifenden Charakters von Nachwachsenden Rohstoffen arbeiten am WZS Vertreter der Natur-, Ingenieur-, Ökosystem- und Wirtschaftswissenschaften zusammen. Dadurch werden Fragestellungen vom Molekül bis zur Vermarktung von Nachwachsenden Rohstoffen in der Lehre und Forschung umfassend abgedeckt.
Weitere Informationen zum Studium
Wissenschaftszentrum Straubing
Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich
Prof. Dr. sc. agr. Klaus Menrad
Dr.-Ing. Wolfgang Mayer
Petersgasse 18
94315 Straubing
Tel +49.9421.187.105
Fax +49.9421.187.130
info@wz-straubing.de
Zur Webseite >
Wissenschaftszentrum Weihenstephan
für Ernährung, Landnutzung und Umwelt
Studienfakultät Agrar- und Gartenbauwissenschaften
Alte Akademie 12
85354 Freising
Prof. Dr. agr. habil. Kurt-Jürgen Hülsbergen
Tel +49.8161.71.3032
Fax +49.8161.71.3031
huelsbergen@wzw.tum.de
Zur Webseite >
Flyer zum Studiengang (PDF)
Weitere Informationen erhalten Sie direkt auf der Webseite zum Studiengang:
Zur Webseite >
Studienprofil-415-33121