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Über Fotografie
Fotografen sind Gestalter. Sie komponieren aus Linien und Strukturen, Licht und Schatten ihre Bilder. Sie suchen nach dem unerhörten Augenblick: einem Moment, in dem die persönliche Vorstellung und das tatsächliche Sichtbare kulminieren und zu etwas Neuem werden.
Beobachten
Fotografen sehen ihre Umwelt ausschnitthaft und interpretieren ihre Erfahrungen und Auffassungen in Bildern. Sie beobachten Menschen und Zustände präzise und halten ihre Einsichten fest.
Inszenieren
Ganze Geschichten können fokussiert werden in dem einen, alles bündelnden Schlüsselbild, oder sie finden sich in einem mehrteiligen Tableau. Die szenische Fotografie ist oft ein Spiel mit unserer Assoziationsfähigkeit. Fotografen sind Autoren, Regisseure, Ausstatter und befinden sich immer auf der schöpferischen Themensuche in Gegenwart und Vergangenheit. Bild- und Wortzitate aus der Kunstgeschichte, Film und Literatur eröffnen eine unbegrenzte Vielfalt von Bildformen, die sowohl gewerblich als auch im freien künstlerischen Rahmen eingesetzt werden können.
Fotografieren
Die Fotografie, im Sinne der Abbildung einer äußeren Wirklichkeit, bildet seit dem Einzug digitaler Bildmedien auch den favorisierten ästhetischen Rahmen für das Inszenieren von Fiktionen und Utopien. Die Digitalisierung des technischen Bildes hat trotz gegenteiliger Prognosen die Fotografie nicht verdrängt, sondern gestärkt, und dabei erweitert und verändert. Die Grenzen vom stehenden zum bewegten fotografischen Bild sind fließend geworden.
Ziele des Studiengangs
Fotografien sind aus unserer visuellen Kultur nicht mehr wegzudenken und begegnen uns tagtäglich in vielfältiger Weise und Funktion. Das kulturelle Gedächtnis der letzten beiden Jahrhunderte ist zum großen Teil ein fotografisches.
Ein essentielles Medium
Die Tendenz hält an. Allein der Foto-Share-Provider flickr.com verzeichnete im letzten Jahr einen Upload von einer Milliarde Fotografien. In Deutschland werden nach Angaben des Deutschen Fotografenverbandes im Jahr 5,5 Milliarden Papierabzüge produziert. Doch nicht nur in der Funktion des Erinnerns, Bewahrens und Berichtens hat die Fotografie ihren Platz gefunden. Die Fotografie, im Sinne der Abbildung einer äußeren Wirklichkeit, bildet seit dem Einzug digitaler Bildmedien auch den favorisierten ästhetischen Rahmen für das Inszenieren von Fiktionen und das Visualisieren von Utopien.
Multifunktionales Kommunikationsmittel
Ein Großteil digitaler Bildgenesen führt die Ästhetik des fotografischen Sehens als Modell fort. 3D-Renderings und Montagen manifestieren den visuellen Standard des Fotorealen. Die Digitalisierung des technischen Bildes hat entgegen vieler Prognosen die Fotografie nicht verdrängt, sondern gestärkt und dabei erweitert und verändert. Das wirkt sich auf das bildgestalterische Arbeitsfeld und Berufsbild des Fotografen nachhaltig aus. Die Verfügbarkeit und Distribution von Bildern erfährt gerade durch die Vernetzung der Archive einen tiefgreifenden Wandel. Der professionelle Bildmarkt bedient sich zunehmend aus den Online-Datenbanken, in denen auch Amateure ihre Arbeiten versammeln. Das Archivieren und Strukturieren von Bildern mittels Metadaten ist unumgänglich als Ergänzung zur sinnlichen Erkenntnis, um diese Datenmengen zu bewältigen.
In Anbetracht der Entwicklungen war die Fotografie als multifunktionales Kommunikationsmittel noch nie so komplex und vielseitig wie heute. Diese Situation verlangt nach Gestaltern, die ihre Professionalität im Vergleich mit den technologisch auf ähnlichem Niveau operierenden Amateuren auch darin entwickeln, indem sie Fotografie in ihrer transmedialen gestalterischen, gesellschaftlichen und kulturellen Dimension inhaltlich erfassen können.
Kompetenzbildung
Die Studierenden des Studienganges Fotografie erwerben auf dem Niveau eines berufsqualifizierenden Studienabschlusses die Kompetenz, mit verschiedenen bildgebenden Verfahren gutkomponierte, sinnhafte Bilder eigenständig in Bezug auf mediale und kulturelle Kontexte zu erarbeiten. Für den Umgang mit modernen Distributionswegen werden Strategien entwickelt. Die stark gestiegenen Ansprüche an kommunikative Fähigkeiten, Teamarbeit, Medienkompetenz und interkulturelle Kommunikation spiegeln sich im gesamten Studium und bilden neben dem Vermögen, fotografisch zu sehen und Bilder fotografisch zu planen und umzusetzen, den Schwerpunkt des Studiums.
Entwicklung eines eigenen Stils
Diese Fähigkeiten werden den Studierenden im Studiengang Fotografie durch theoretisches Grundlagenwissen, praktische Übungen und eingängige Projektarbeit vermittelt. Alle Module des Studiums tragen zu diesem Bildungsziel bei. Der gesicherte Einblick in die gesellschaftlichen, ökonomischen und kulturellen Umstände, unter denen Lichtbilder produziert und eingesetzt wurden und werden, und zu welchen Zwecken, bietet die Grundlage für die Erarbeitung von eigenem Stil, Auffassung und Haltung. Gestalterisches Selbstverständnis und Fertigkeiten werden theoretisch reflektiert, trainiert und gefestigt.
Praxisausrichtung
Dabei steht das professionelle, angewandte Arbeiten im Vordergrund des Studiums, das die Absolventen zu erfolgreicher Tätigkeit als Fotograf befähigt. Die Studierenden sind auf rechtliche und wirtschaftliche Aspekte des Berufslebens vorbereitet. Die erworbenen Kompetenzen befähigen die Absolventen zur eigenständigen Weiterentwicklung ihrer gestalterischen und technologischen Fähigkeiten. Ihre Arbeitspraxis werden die Absolventen in wichtigen Bereichen fotografischen Gestaltens finden wie Editorialfotografie für Print- und Onlinemedien, Industriedokumentation, Bildjournalismus, Videodokumentation für Event- und Online-Portale, Bildredaktion für Bildportale, Konzernkommunikation und in kulturellen Bereichen.
Studiendetails - Inhalte, Struktur, Abschluss
Ausstattung
Über die Hochschule
Die Berliner Technische Kunsthochschule ist die einzige vom Wissenschaftsrat anerkannte private Hochschule für Gestaltung in Berlin. Das Studienangebot umfasst die Schwerpunkte Motion Design, Interaction Design, Fotografie und Kommunikationsdesign. Das auf sieben Semester angelegte Studium schließt mit einem Bachelor of Arts (B. A.) ab und qualifiziert für zukunftsweisende Tätigkeiten innerhalb der Medienwirtschaft.
Bewerbung und Zulassung
Sie haben die Möglichkeit, sich jederzeit für das jeweils kommende Semester zu bewerben. Im Bewerbungsverfahren sollten Studienbewerber nachweisen, dass sie über eine künstlerisch-gestalterische Eignung verfügen und ein ernsthaftes Studieninteresse haben. Sie müssen sich bei Ihrer Bewerbung für einen der vier Studiengänge (Motion Design, Interaction Design, Fotografie, Kommunikationsdesign) entscheiden. Ein späterer Wechsel des Studiengangs ist jedoch möglich.
Weitere Informationen zur Bewerbung und Zulassung finden Sie auf der Internetseite der Hochschule >
Kontakt
Berliner Technische Kunsthochschule
Hochschule für Gestaltung
University of applied sciences
Bernburger Str. 24–25
D–10963 Berlin
E-mail: info@btk-fh.de
Telefon: +49 (0)30 – 25 35 86 98
Telefax: +49 (0)30 – 26 94 96 05
Öffnungszeiten: 9.00 – 19.00 Uhr
Weitere Informationen erhalten Sie direkt auf der Webseite der Berliner Technischen Kunsthochschule. Zur Webseite >
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