
Die Entscheidung ist nicht leicht: Neben dem Studium jobben, mit der Konsequenz, dass nicht mit vollem Einsatz studiert werden kann - oder einen Kredit aufnehmen, und das Studium so schnell wie möglich durchziehen, um danach "richtig" Geld zu verdienen. Für 10 Semester braucht ein Student ungefähr 45 000 Euro. Wer auf keine der üblichen Förderungsmöglichkeiten Anspruch hat, dem bleibt nichts anderes übrig, als sich das Geld zu leihen. Ein paar wenige Banken haben den Studenten als Kunden entdeckt.
Was ist das Besondere am Studienkredit?
Beim Studienkredit verzichten die Banken auf die üblichen Sicherheiten; unter herkömmlichen Bedingungen würden Studenten als "nicht-kreditwürdig" eingestuft werden. Außerdem sind die Zinsen für die Rückzahlung des Darlehens sehr moderat, sie bewegen sich am unteren Rand der üblichen Konditionen. Es gibt zweierlei Varianten für die Berechnung der Zinsen: Entweder ist der Zinssatz variabel, das heißt, wenn die Zinsen auf dem Kapitalmarkt steigen, wird auch der Studienkredit teurer. Oder es besteht von Anfang an ein Festzins, der für die gesamte Laufzeit des Kredits gilt.
Wer bekommt einen Studienkredit?
Gefördert werden alle Fächer an deutschen Hochschulen. Meistens müssen Studierende einen Studienplan vorlegen, der ihre Absicht, das Studium zügig zu absolvieren, belegt. Je nach Bank kann es auch regionale Einschränkungen geben.