
Wenn es um Erdkunde nahe Studienfächer geht, dann ist die erste Idee schnell da: Geografie. Die Vorstellung von späteren Berufen sprudelt dagegen weniger schnell. Erdkunde auf Lehramt hat ein klar umrissenes Berufsbild, wenn Absolventen allerdings den freien Arbeitsmarkt ansteuern, werden sie mit der "Brückenkopffunktion" des Fachs konfrontiert.
Früher waren die Geografen die Weltentdecker. Sie erkundeten, vermaßen und kartographierten die Erdoberfläche, sie dokumentierten Naturphänomene und beschrieben Küsten und Landstriche. Heutzutage ist die "Wissenschaft von der Erdoberfläche" durch den technischen Fortschritt und die akademische Weiterentwicklung des Fachs sehr viel komplexer aufgestellt.
Die zwei großen Teilbereiche der modernen Geografie sind:
Und natürlich ist Erdkunde ein Schulfach, weshalb ein großer Teil der Geografie-Studierenden seine berufliche Zukunft im Lehramt sieht.
Was angehende Geografen mitbringen müssen, um im Beruf und im Studium Erfolg zu haben, ist eine Frage, die nicht leicht zu beantworten ist. Das Studium ist vielfältig und der Arbeitsmarkt ist es auch. Eine gewisse naturwissenschaftliche und mathematische Begabung, was die Raumvorstellung angeht, ist wohl der kleinste gemeinsame Nenner. Darüber hinaus ist es wichtig, was jeder Einzelne aus seinem Studium macht.
Arbeitsmarkt: Von Homogenität keine Spur
Auch jenseits von Schule und Universität bietet sich für Geografen ein breites Spektrum an Arbeitsmöglichkeiten. Aber: Eine Garantie für den erfolgreichen Berufseinstieg ist ein Hochschulabschluss allein nicht. Bereits während des Studiums ist es eine gute Idee, sich über mögliche berufliche Perspektiven zu informieren und das eigene Profil zu schärfen. Geografie hat als Fach oft eine Art "Brückenkopffunktion", das heißt, der Studiengang hat keine starr abgesteckten Grenzen, sondern überschneidet sich inhaltlich immer wieder auch mit anderen Fächern. Sei es die Architektur, das Bauingenieurwesen, das Vermessungswesen, die Stadtplanung, die Biologie oder die Betriebswirtschaft-Tourismus.
Bei der Bewerbung um einen Job müssen die Absolventen deshalb auch immer mit Bewerbern aus anderen Disziplinen konkurrieren. Geforderte Zusatzqualifikationen können zum Beispiel durch Praktika oder sogar außeruniversitäre Weiterbildung erworben werben. Da geht es den Geografen fast wie den Geisteswissenschaftlern.
Wichtige Tätigkeitsfelder für Geografen sind:
Fachbereich Geografie auf studieren.de
Ulrike Hartmann
hartmann@studieren.de