
Um zwei Uhr nachts der Tante in Norddeutschland noch schnell ein Buch zum Geburtstag bestellen - kein Problem. Nutzer von Online-Shops müssen keine Ladenöffnungszeiten beachten. Die Zahl der Käufer auf dem virtuellen Marktplatz wächst.
Die Weihnachtseinkäufe bequem vom Schreibtisch aus erledigen? Wem das Shoppen und die Menschenmassen in der Stadt ein Gräuel sind, für den ist mit dem virtuellen Handelsplatz ein Traum in Erfüllung gegangen. Selbst Kunden, die auf die Inspiration durch die Warenvielfalt nicht verzichten können, schätzen bei vielen Produkten das einfache Bestellen via Internet von zu Hause aus. Vor allem wenn die Entscheidung für ein bestimmtes Produkt bereits gefallen ist, ist das elektronische Einkaufen die unkomplizierteste Erwerbs-Variante.
Der Oberbegriff für alle Geschäftsvorgänge, die auf dem elektronischen Weg ablaufen, ist E-Business (Electronic Business). Damit sind dann auch firmeninterne Prozesse wie Lagerverwaltung oder Informationsaustausch über das Intranet und der Austausch mit Dienstleistern und Geschäftspartnern miteingeschlossen.
Gesucht sind Spezialisten
Da die größten Bedenken der Kundschaft beim online Bestellen und Kaufen immer noch im Bereich des Datenmissbrauchs liegen, werden Spezialisten (e-Business-Manager) für die fachgerechte Umsetzung benötigt. Es wird nach Profis gesucht, die genau darauf spezialisiert sind, kundenfreundliche Plattformen und E-Shops zu planen, anzupassen oder zu optimieren. Mit ihren Lösungen unterstützen sie den Vertrieb maßgeblich.
Als Studiengang ist E-Business im Fachbereich Wirtschaftinformatik angesiedelt. Das Studium setzt sich aus Inhalten der Wirtschaftswissenschaften und der Informatik zusammen. An der BTU Cottbus werden zum Beispiel im Bereich Informatik Veranstaltungen zu Rechnernetzen, Kommunikationssystemen und Web-Design angeboten; die E-Business relevanten Themen aus der Wirtschaft sind Geschäftsprozessmodellierung, E-Commerce, Wertschöpfungsmanagement oder Existenzgründung in der New Economy.
Versteigerungen im Internet haben den Weg frei gemacht
Der Studiengang zielt auf eine Branche ab, die sich laut Berichten des Arbeitsamtes nach einer Flaute wieder im Aufschwung befindet. Die Zahl der Internetanschlüsse in deutschen Haushalten steigt stetig. Online-Auktionen, bei denen Objekte von Privatpersonen an Privatpersonen versteigert werden, haben maßgeblich dazu beigetragen, dass die Akzeptanz von E-Shops immer größer wird.
Aber auch im sogenannten B2B (Business to Business) Markt werden Geschäftsanbahnungen immer häufiger online abgewickelt. Manche Unternehmen schließen sogar Dienstleister und Lieferanten, die zu dieser Variante nicht bereit sind, bei der Vergabe von Aufträgen aus. Da die Komplexität der künftigen Systeme ziemlich sicher zunehmen wird, werden Fachleute, die sowohl die wirtschaftlichen Grundlagen kennen als auch die technische Umsetzung beherrschen, wohl auch in Zukunft dringend gefragt sein.
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Ulrike Hartmann
hartmann@studieren.de