Karl-Heinz List
Das zeitgemäße Arbeitszeugnis
Ein Handbuch für Zeugnisaussteller
2. überarbeitete Auflage
229 Seiten, mit CD-ROM
ISBN: 3-8214-7653-2
19.80 EUR
Karl-Heinz List
Das zeitgemäße Arbeitszeugnis
Ein Handbuch für Zeugnisaussteller
2. überarbeitete Auflage
229 Seiten, mit CD-ROM
ISBN: 3-8214-7653-2
19.80 EUR
Dieses Handbuch ist zwar in erster Linie für Zeugnisaussteller gedacht, kann sich aber für jeden in einer gut vorbereiteten Bewerbungskampagne als nützliches Nachschlagewerk erweisen. Wer sich um seine Karriere kümmert, sollte etwas vom Handwerkszeug der Personaler verstehen.
Großbritannien, Italien, Spanien - für eine erste Kontaktierung ist ein Anschreiben und ein Lebenslauf ausreichend. Anlagen werden erst zum Vorstellungsgespräch mitgebracht. Nicht so in Deutschland. In den meisten Stellenausschreibungen werden vollständige Bewerbungsunterlagen gewünscht. Wer diese nicht mitschickt, ist gleich aus dem Rennen, da die Konkurrenz bekanntlich groß ist.
Der Autor, der lange Jahre als Personalchef gearbeitet hat, durchleuchtet die Codes, die Arbeitszeugnisse ausmachen. Zeugnisaussteller haben durch die umfangreichen Beispiele und Checklisten eine Hilfe zur Hand, an der sie sich orientieren können. Arbeitnehmer können ihre Beurteilung durch Karl-Heinz Lists Ausführungen leicht selbst analysieren und interpretieren. Der Abschnitt rechtliche Aspekte rundet das Wissen für beide Seiten ab, denn wenn im schlimmsten Fall keine Einigung erzielt werden kann, bleibt in letzter Konsequenz oft nur der Weg zum Arbeitsgericht.
Der altertümliche Stil ist nicht mehr zeitgemäß
Schlechte Zeugnisse kommen einem Berufsverbot gleich. Was auf den ersten Blick eine harmlose Formulierung ist, kann ein vernichtendes Urteil verbergen. So heißt zum Beispiel: "Er hat sehr zur Verbesserung des Betriebsklimas beigetragen und hat im Großen und Ganzen unsere Erwartungen erfüllt", soviel wie er hat im Dienst Alkohol getrunken und seine Arbeitsleistungen waren mangelhaft.
Dieser extreme Fall gilt aber eher der Veranschaulichung. Wenn es keine triftigen Gründe für eine Kündigung gegeben hat, wird das Zeugnis in der Regel wohlwollend ausfallen. Deshalb liegt das besondere Augenmerk des Autors auch auf dem sprachlichen Aspekt der Arbeitszeugnisse. Da diese oft noch in einer altertümlichen Sprache geschrieben sind, ist sein Handbuch ist ein Plädoyer für einen Modernisierungsschub in den Personalabteilungen. Leicht lesbare und informative Arbeitszeugnisse wären für alle Beteiligten ein Zugewinn.
Für wen lohnt sich die Anschaffung dieses Buchs?
Auf einer CD-ROM finden sich Zeugnistexte für viele unterschiedliche Berufssparten. Vom Heilpädagogen über den Personalleiter zum Projektmanager ist ein breites Spektrum abgedeckt. "Wer schlau ist, schreibt sein Arbeitszeugnis selbst". Dieser Grundsatz gilt allerdings nur, wenn man weiß, wie es geht. Zeugnisse haben ihre eigene Sprache und wie bereits erwähnt können gut gemeinte Äußerungen schnell eine gegenteilige Aussage haben.
Ulrike Hartmann
hartmann@studieren.de